Tag 59 – 31.08.2016 – Einbruch bei mir selbst!

Nach Reifen aufpumpen, Musik für meine Videos runterladen bei dem freien WLAN und einem Frühstück brechen wir auf um eine der wichtigsten Quellen des Orith Sees im nahe gelegenen Park zu suchen. Der Park war echt schön und es ist interessant zu wissen, dass in diesem Park der Dikatator Enver Hoxha seine Sommervilla hatte. Die „Villa Art“. Die Quelle an sich ist aber nur eine Flachwasserzone mit Schilf, weil das Wasser hier von dem 200 Meter höher gelegenen Prespasee, an dem wir ja die Bootstour gemacht haben, sein Wasser durch das Erdreich hier runter drückt und es hier aus dem Boden kommt. Interessant, aber eine sehr abstrakte Vorstellung, die nicht gerade einfach zum Vorstellen ist. Zurück am Campingplatz freut sich der Betreiber, wie beim Ankommen auch, dass die größte Person von uns (mein Bruder) der Jüngste ist. Außerdem findet er meinen „toten Hamster“, wie ich ihn nenne, was eigentlich mein Mikrofon mit einem Windschutz ist, toll und bezeichnet uns als „Nice people“. Sehr sehr nette Leute auf jeden Fall. 2016-08-31 Orithsee Quelle

Dann geht es auf einer wunderschönen bergigen Strecke ans Meer, wo wir dann auf einer langen Sandpiste, auf der ich auch manchmal „ausversehen“ oder „zum Ausweichen“ in den tiefen losen Sand fahre, um den Allrad zu testen, zu einem Parkplatz direkt am Meer fahren und baden gehen. Nach dem Baden meine Frage: „Wer hat eigentlich meinen Schlüssel?“ Schon beim Aussprechen dieser Frage läuft mir ein Schauer über den Rücken. Dumme Frage… Ich sollte meinen Schlüssel haben… So wie immer… Ein Griff zur Hosentasche. Ein Griff zur anderen Hosentasche. Wohlbemerkt, dass ich nur in Badehose das Auto verlassen habe… Ein verstörter Blick zu meinen Eltern. Dann die Erkenntnis: „Scheiße“. Der Schlüssel, den ich nach dem Abschließen in meine Hosentasche der Badehose getan habe und am Strand auf eine Liege legen wollte, ist wahrscheinlich beim Baden verloren gegangen… Ich suche an den Liegen. Ich suche im Wasser… Schon nach den ersten Minuten Suchen kommt ein freundlicher Albaner, der wie ich später erfahre Fjordi Rroshi heißt, um zu fragen, ob er mir helfen kann. Ich berichte ihm mein Problem und er kommt mit einem anderen Mann und hilft suchen und die Frau, bei der wir vorher was zu trinken gekauft hatten, bringt sogar einen Rechen. Mein Bruder und mein Papa suchen dann auch noch mit. Aber wie zu erwarten war ist der Schlüssel unauffindbar und wir geben uns geschlagen… Jetzt hatte ich aber noch das Problem, dass ich nicht in die Kabine komme, in der zum Glück Ersatzschlüssel sind. Verloren habe ich auch nur die zwei Schlüssel für die Tür. So jetzt muss ich also in mein eigenes Auto einbrechen… Zum Glück klappt das nach einer halben Stunde auch ohne dass ich etwas kaputt mache, was mich wirklich extrem freut. So. Jetzt muss ich mich erstmal von dem Schock erholen. Ohne Schlüssel für die Kabine komm ich halt auch nicht ins Auto vorne und kann nicht weiterfahren und gar nichts. Aber im Endeffekt habe ich nur zwei Schlüssel verloren, die ich morgen versuche nachmachen zu lassen. Und ich habe mir meinen rechten Daumen etwas aufgeschlitzt. Dafür bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Ich glaube nicht, dass ich in Zukunft meinen Schlüssel nochmal verlieren werde, weil ich jetzt viel mehr darauf aufpassen werde. Fehler sind ja bekanntlich dafür da um gemacht zu werden oder? Fjordii ist auch mega nett und er gibt mir sogar seine Handynummer und ich habe ihn jetzt auf Facebook. Außerdem wollte er nach einem Schlüsseldienst schauen und mir morgen Bescheid geben. Einfach nur extrem nett! So eine Hilfsbereitschaft, wie ich es während meiner Reise schon in verschiedenen Ländern erfahren habe ist genial und ich möchte mir eine Scheibe davon abschneiden!2016-08-31 Meer Parkplatz

Tag 58 – 30.08.2016 – Einreise nach Albanien!

Unser heutiges Ziel lautet: Albanien. Wir brechen auf und sagen noch den Kühen tschüss, die uns auf unserem Parkplatz besuchen und fahren in Richtung Grenze, die gar nicht so weit weg ist. Dann am Grenzübergang angekommen ist eine etwas längere Schlange. Wir merken, dass das gar nicht die Einreise nach Albanien ist, sondern erst die Ausreise aus Griechenland… Der Zöllner fragt mich auch nach meiner grünen Versicherungskarte. Ich habe aber nur eine Kopie da, was ihm aber auch ausreicht. Dann muss ich nochmal zu einem zweiten Mann, der nochmal meinen Pass sehen möchte… Keine Ahnung was der jetzt noch macht, aber ich darf dann gleich fahren. Hui. Mama und Papa sind mittlerweile schon längst weitergefahren, weil die vor mir dran waren. Also war ich da ganz alleine an einer Grenze zu einem nicht zur EU gehörendem Land… Sowas ist für mich schon spannend und ich bin ziemlich aufgeregt, aber es hat ja alles super geklappt. Dann kommen wir zur albanischen Grenze, die viel weniger schwierig ist und nach einem Blick auf Reisepässe und Fahrzeugscheine dürfen wir weiter fahren. Dann fahren wir an einen Campingplatz am Ohrit-See, der schon 2-5 Millionen Jahre alt ist. Einer der ältesten Seen auf unserem Kontinent. Auf der Fahrt können wir eine Vielzahl an verschiedenen lustigen Gefährten beobachten. Wir sehen: Eselskutschen, kleine Traktoren, jede Menge Fahrräder, die teilweise echt schwer beladen sind, motorisierte Dreiräder und Roller von Marken, die ich noch nie gesehen habe. Gefühlt ist Albanien weiter weg als Griechenland und erinnert mehr an Marokko… 30-08-2016 Albanien DorfUnd das mitten in Europa. In dem Dorf, in dem der Campingplatz ist wird auch überall Müll verbrannt… Das riecht echt nicht gut, aber ist besser als Müllberge im ganzen Dorf. Außerdem finde ich am Straßenrand auffallend viele kleine Bunker während er ganzen Fahrt schon. Auf den ca 45 Kilometern von Grenze zu Campingplatz sehe ich mindestens 10 Stück und das obwohl ich anfangs nicht darauf geachtet habe. Kurz vor dem Camping wurde ein Bunker sogar als Marienkäfer angemalt. Süß.

30-08-2016 Bunker AlbanienWie ich später lerne wurden diese Bunker unter dem albanischen Diktator Enver Hoxha, der die Macht nach einem Partisanenkrieg gegen die deutschen Besatzungstruppen erlang, gebaut zu Propagandazwecken und weil er selbst Angst vor einer Invasion hatte. Seiner Propaganda zufolge hat er 750.000 Bunker bauen lassen, was ein Bunker alle 200 Meter wäre hier in Albanien. In Realität waren es „nur“ etwa 200.000. Auf jeden Fall viel zu viele…

Als Enver Hoxha dann 1985 starb und überall auf der Welt die stalinistischen Herrschaftssysteme zusammengebrochen sind löste sich auch Albanien von Hoxhas System und das Land stürzte in eine große Ungewissheit, weshalb dann auch viele ins Ausland flüchteten. Das darauffolgende politische System entwickelte sich zu einer korrupten Klientelwirtschaft, weshalb dann durch betrügerische Kreditsysteme ein Großteil der Bevölkerung seine Ersparnisse verlor. Das wiederum führte zu einem extremen Anstieg an Gewalt, wo sogar die OSZE helfen musste 1997. Seitdem geht es bergauf mit Albanien und es wurden schon große Verbesserungen am Strom- und Straßennetz erreicht. Schulden hat Albanien aber trotzdem noch viele… Also hatte das Land echt keine einfache Geschichte und die Einwohner mussten viel mitmachen… Unter Enver Hoxha wurden alle Grenzen verriegelt, weshalb die Entwicklung massiv eingeschränkt wurde. Das ist vielleicht auch der Grund wieso mich hier alles an Marokko erinnert…

Auf jeden Fall gibt es noch eine Menge zu tun hier in Albanien. An der Landschaft und den Menschen allerdings gibt es bis jetzt nichts auszusetzten. Ich bin echt gespannt, was mir die kommenden Tage noch so ins Auge springen wird und wie mein gesamter Eindruck von Albanien dann aussehen wird. Bisher habe ich noch keine Meinung. Nach einem halben Tag hier und 45 Kilometer fahren ist das ja auch noch nicht möglich. Ich möchte mehr sehen.

Der Campingplatz hat sogar eine Waschmaschine, die ich erst einmal in Anspruch nehme, weil ich das letzte Mal meine Wäsche in Rumänien am Donaudelta gewaschen habe. 30-08-2016 Kleidung trocknen

 Tag 57 – 29.08.2016 – der 100ste Beitrag!

Ich wache zum Sonnenaufgang auf und kann irgendwie nicht mehr einschlafen. Dann bleib ich halt wach. Es ist halb acht und ich entschließe mich endlich die Seite „Lieblingsplätze“ auf meinem Blog mit Leben zu füllen. Daran arbeite ich mit einer Unterbrechung zum Frühstücken auch gute drei Stunden. Wenn ihr wollt könnt ihr mal drauf schauen da sind meine schönsten Plätze oder die Plätze auf denen ich die schönsten Erfahrungen hatte nach Ländern sortiert mit Koordinaten und Bildern zu finden.

Dann fahren wir weiter in Richtung Albanien an den Prespan See, der zum Großteil Mazedonien gehört, aber auch Albanien und Griechenland. Die drei Länder liegen alle an dem eigentlich gar nicht so großen See. Mit einem kleinen Bötchen was aber einen großen Motor hat werden wir von einem sehr netten Griechen zu einer Eremiten Behausung in der Felswand gefahren, die dann später im 15. Jahrhundert zu einer kleinen Kapelle umgewandelt wurde und sogar mit allen möglichen Heiligenbildern bemalt wurde. Sehr interessant. 29-08-2016 Höhle 29-08-2016 Kapelle

Danach fahren wir zurück in das kleine Dorf aus dem wir auch gestartet sind und laufen wieder zwischen den Kühen, die das Schilf essen und frei laufenden Hühnern zurück zu den Autos. Ich schneide ein bissle und dann machen wir uns auf, um an einer der Tavernen Abend zu essen. Mein Bruder und ich bestellen uns einmal Spieß und einmal Hackfleischröllchen mit Pommes und meine Eltern zusammen einen Karpfen, der hier in dem See gefangen wurde. Ihr Karpfen wurde dann direkt nach der Bestellung aus einem Aquarium auf der Straße mit einem Kescher herausgefischt und vom Kellner in die Küche getragen. Der ist wohl frisch. Das ganze Essen war echt lecker und vor allem der Karpfen! Als Nachtisch haben wir dann noch ein Dessert aus Quark artigem  Joghurt mit kandiertem Kürbis bekommen. Der Joghurt war himmlisch! Der Kürbis hat für mich ein bissle nach Waschmittel geschmeckt, aber der Rest der Familie hat er super geschmeckt… Lag wahrscheinlich an mir. 29-08-2016 Essen

Jetzt sitze ich in meinem Auto, was ich übrigens „Nävle“ getauft habe, schreibe meinen Blogbeitrag und muss noch ein ganzes Video schneiden. Ich möchte es noch hochladen bevor wir morgen nach Albanien fahren und ich dort kein Internet mehr habe.

Das hier ist mein 100ster Blogbeitrag. So viel Erlebtes habe ich hier schon geteilt. Von den 100 Beiträgen waren jetzt 57 meine täglichen Berichte von unterwegs. Es macht mir echt Spaß das Ganze zu schreiben und auch zu veröffentlichen und den Blog zu betreiben. Es ist mehr Arbeit, als man so denkt, aber dafür habe ich dann wenigstens auch einen Ansporn etwas zu schreiben und mein Erlebtes aufzuschreiben, was ja auch für mich als Erinnerungsstück super ist. Das Gleiche gilt für die Videos. Es ist immer ein paar Stunden Arbeit so ein Video zu erstellen, aber es macht mir Spaß und ich habe Erinnerungsstücke, die super meine Reise zusammenfassen und kann mir immer wieder relativ einfach anschauen, was ich so erlebt habe. Ich mache den Blog und die Videos in erster Linie für meine Familie, Verwandte und Freunde, die Zuhause sind und sich fragen, wie es mir geht. In zweiter Linie dann natürlich auch für mich als Erinnerungen, wie gesagt. Hätte ich keinen Blog würde ich auch aufschreiben was passiert und wies mir geht und auch Videos drehen. Nur wahrscheinlich in einem etwas anderem Stil. Naja ich mache das alles gerne und bin echt immer glücklich, wenn ich nach ein paar Stunden Video schneiden oder nach einem gelungenen Beitrag ins Bett fallen darf.

Tag 56 – 28.08.2016 – der Abschied…

Piep piep… Piep piep… Piep Piep… So ein nerviger Wecker… Warte, Wecker? Oh ja ich sollte aufstehen… Meike muss ja zum Flughafen. Es ist echt schwer sich aufzurappeln und aus dem Bett zu steigen, weil ich weiß, dass ich Meike erst wieder nach ein paar Monaten kuscheln kann. Wir schaffen es aber dann doch aufzubrechen und zum Flughafen zu fahren. Beim Check-in sind echt lange Schlangen, aber sie hat nur Handgepäck dabei und deshalb checkt sie per Automat ein, was nur zwei Minuten dauert. Danach warten wir noch ein bissle zusammen auf zwei Stühlen und kuscheln. Das heißt wir sind so ein nerviges Pärchen, was immer aneinander hängt in der Öffentlichkeit. Aber wir dürfen das jetzt. Wir sehen uns lange nicht mehr. Am Ende müssen wir uns dann doch verabschieden, weil sie ja den Flug nicht verpassen darf… Kurz vor der Sicherheitskontrolle trennen sich unsere Wege und ich laufe Richtung Ausgang und drehe mich aber noch ein paar Mal um, um noch einen letzten Blick von ihr zu erhaschen. Ich bin echt traurig, dass Meike jetzt weg ist… Die Zeit mit ihr war wundervoll. Genau deshalb versuche ich nicht zu sehr traurig zu sein, was aber nur bedingt funktioniert… Zurück im Auto fahre ich zu einer Höhle, an der ich mich wieder mit meinen Eltern treffe. Während ich auf sie warte dusche ich und schneide mein Video. Das ist dann genau fertig und ich fange an es zu rendern, als sie kommen. Zusammen geht’s dann in die Höhle, die echt beeindruckend ist. Zu tausenden hängen Stalagtiten von der Decke und überall auf dem Boden entsprechend die Stalagmiten. Wir erfahren von der Frau, die die Führung macht, dass in der Höhle Knochen von Menschen und Tieren gefunden wurden, die 200 bis 600 tausend Jahre alt sind. Also von den Vor-Menschen quasi. Im Museum später lesen wir, dass in dieser Höhle Knochen von Löwen, Bären, Nashörnern, Bisons, Hyänen, Wölfe, Elefanten, Pferde und sogar Vögeln entdeckt wurden. Aber der archäologisch interessanteste Fund war der Schädel eines Vor-Menschen.

Jetzt geht es zu einem Wasserfall, der auf dem Weg liegt und hinter den man laufen kann. Hübsch, aber nichts im Vergleich zu den Wasserfällen in Island. Aber trotzdem toll.Wasserfall Edessa 28-08-2016

Danach fahren wir weiter an einen schönen, in den Bergen gelegenen See zum Übernachten. Hier wurden laut Infotafeln mit EU-Geldern ein echt großer und toller neuer Steg und ein paar Parkplätze an Land gebaut. Das Problem ist nur, dass der Steg nur halb fertig ist, weil er nicht richtig verankert ist und nur eine provisorische Anbindung ans Festland hat und dass kein Boot da ist, was den Steg bräuchte. Die Anlage an Land ist auch nur halb fertig und sieht aus, als wäre ein guter Gedanke dahinter gewesen, aber er nicht zu Ende ausgeführt wurde. Das ist irgendwie schade, dass das nicht beendet wurde. So ist es verschwendetes Geld, weil niemand etwas damit wirklich anfangen kann… Hätte man es fertig gebaut und vielleicht noch eine Slip Bahn und kleines Restaurant ans Wasser gebaut wäre hier touristisch bestimmt mehr los, weil der See echt toll ist um mit seinem Boot drüber zu fahren.Steg 28-08-2016

Ach verdammt ich muss schon wieder an Meike denken… Sie fehlt mir jetzt schon, obwohl ich sie heute Morgen noch bei mir hatte. Ich freue mich schon jetzt darauf sie im Herbst oder Winter endlich wiederzusehen! Ein Grund mehr nach Hause zu kommen und nicht einfach auszuwandern an einen der Plätze hier, der am schönsten von allen ist.

 

See 28-08-2016

 

Tag 55 – 27.08.2016 – der letzte Tag…

Wir wachen relativ früh auf und gehen zu allererst ins Meer baden. Jedes Mal wenn ich aufs Wasser schaue bin ich beeindruckt wie blau das Meer hier ist… Ich kann es irgendwie kaum fassen… Dann fahren wir weiter zu dem Platz auf dem meine Eltern stehen, weil Meike noch eine Plastiktüte braucht für ihren Flug um die Kosmetiksachen rein zu tun, weil ihre Tüte kaputt ist. Der Platz ist wunderschön und es scheint die Sonne. Das ist vielleicht der Grund, weshalb wir den halben Tag dort verbringen und dann auch noch vor dem Aufbruch essen. Meike Ich Dach Meer 27-08-2016 Jetzt geht es für uns weiter in Richtung Thessaloniki, weil Meike morgen leider schon wieder fliegt… Wir finden einen schönen Parkplatz am Strand, der nur vierzehn Kilometer vom Flughafen entfernt ist. Genau zum Sonnenuntergang rollen wir auf den Parkplatz und sehen wie sie gerade hinter den Klippen verschwindet und den Himmel in ein orangerot taucht. Kurze Zeit später sehen wir noch ein paar wilde Delfine, die in der Buch nicht weit entfernt vom Strand schwimmen. Das ist ein schöner letzter Tag… Nichts lief schief und alles war schön. Ich bin nur echt traurig, dass Meike morgen schon wieder weg ist und wir uns für die nächsten, ja ich muss leider Monate sagen, nicht sehen werden… Die letzte Woche war echt genial mit ihr und ich würde so gerne noch ein paar weitere Wochen mit ihr rum fahren… Wenn da nur nicht die Schule wäre… Naja wir sehen uns ja spätestens zu Weihnachten wieder. Das liegt nur von jetzt gefühlt Ewigkeiten in der Zukunft… Ich vermisse sie jetzt schon, wenn ich nur daran denke, dass sie morgen weg ist… Wäre blöd wenn sie niemand zum Flughafen fahren würde oder? Dann müsste sie länger bleiben, rein theoretisch…

Thessaloniki Sonnenuntergang 27-08-2016

Tag 54 – 26.08.2016 – Haare ab!

Meeresrauschen. Wellen, die an Boote schlagen. Kreischende Möwen. Der Wind in den Bäumen. Dann der Blick aus dem Fenster: Wundervoll von der Morgensonne beleuchtete Fischerboote auf einem azurblauen mit Bergen im Hintergrund. Das sind meine ersten Eindrücke heute. Mein erster Gedanke: Wow. Dann gehen wir noch einmal baden und kuscheln noch ziemlich lange. Meike hat währenddessen nach Rezepten gegoogelt, was wir zu Mittag essen können. Das Ergebnis davon lautet: Pfannkuchen. Eine, wie ich finde, wunderbare Idee und wir fangen an Pfannkuchenteig zu machen, wobei wir wirklich viel Spaß haben, weil ich auf einmal meine ich sei eine Rührmaschine und den Schneebesen zwischen meinen Handflächen drehe, aber dann merke dass das nicht richtig funktioniert, traurig bin und meine wundervolle Freundin mich dann total süß anguckt. Ach ich liebe sie… Inzwischen sind auch meine Eltern wieder bei uns und sind ins Städtle gelaufen. Als sie zurückkommen erwischen sie uns genau dabei, wie wir uns vor dem Spülen drücken und Bilder anschauen. Sie bekommen noch die letzten Pfannkuchen, die wir nicht mehr gepackt haben und dann trennen sich wieder unsere Wege. Wir fahren ganze 2,1 Kilometer weiter, sie etwa 30. Wir fahren an einem Parkplatz vorbei, an dem Campen verboten ist und stellen uns weiter hinten am Strand zwischen Bäume. Hier sollte sich keiner an uns stören. Und dann erfülle ich Meike einen Herzenswunsch. Sie darf meine Haare schneiden. Ob das eine gute Idee ist weiß ich nicht… Aber na gut. Wir stellen den Hocker draußen auf, ich setz mich drauf, drück an der Kamera „Aufnahme“ und sie fängt an ein paar Haare wegzuschneiden. Noch nie vorher hat Meike irgendwem die Haare geschnitten. Aber und darauf ist sie wirklich stolz: Sie hat schon mal ein YouTube Video gesehen wie man lange Haare bei Mädchen schneidet… Das ist nicht gerade vertrauenserwecken, aber ich vertraue ihr trotzdem. Natürlich habe ich keine richtige Schere sondern nur eine normale Küchenschere, aber es funktioniert. Nach ungefähr 70 Minuten ist meine neue Frisur fertig. Aber ich muss sagen ich bin echt zufrieden damit. Es ist nicht so wie meine alte Frisur und auch nicht wie vom Friseur, aber es sieht echt nicht schlecht aus. Außerdem hatten wir ja nur eine Küchenschere. Danach gehen wir noch baden, um die Haare weg zu waschen und essen leckere Maiskolben. Vielleicht machen wir jetzt noch einen Spaziergang am Strand.

Haare schneiden 26-08-2016

Tag 53 – 25.08.2016

Nach einem gemütlichen, kuscheligen Morgen gehen wir nochmal baden und meine Eltern kommen auf den selben Platz. Wir reden und baden noch eine Weile zusammen bis wir dann weiter fahren in Richtung Chalkidiki Halbinsel. Meine Eltern bleiben dort für die Nacht. Unterwegs fahren wir durch echt schön gelegene griechische Dörfer und über Straßen mit Aussichten auf kleine Dörfer mit an dem wundervollen blauen Meer und den vorgelagerten Inseln. Und das alles von der Autobahn. Die Landschaft in Griechenland finde ich echt beeindrucken, weil diese Mischung aus wunderschönen Bergen und gleich daneben das warme, blaue Meer. Gestern sind wir ja nur 40 Kilometer gefahren und sind von ganz oben auf einem Berg beim Gipfelkreuz auf fast 900 Meter Höhe bis zum Meer gefahren. Außerdem sind so viele Menschen hier echt nett und hilfsbereit und können auch oft Deutsch wenn man mit ihnen redet. Das ist echt cool. Wir kommen dann gegen Nachmittag an einem sehr schönen Stellplatz am Fischerboothafen an und baden an einem Strand, an dem fast niemand ist. Ich liebe ja Häfen und Wasser, weil ich ja auch Segeln liebe, weshalb der Stellplatz hier echt toll für mich ist. Außerdem ist das Meer hier fast komplett eingekreist von Bergen, was wieder ein tolles Panorama bietet. Griechenland ist auf jeden Fall ein tolles Reiseziel. Aber genug geschwärmt von der Landschaft. Am liebsten schaue ich doch das hier an: Meike 25-08-2016

Meer 25-08-2016Wer mein Auto findet darf sich freuen, weil es nicht so einfach ist.

Tag 52 – 24.08.2016

Irgendwie wache ich schon zum Sonnenaufgang auf und schaue mir den dann an. Der ist echt wunderschön hier in den Bergen und vor allem ist diese Atmosphäre, die sich daraus ergibt echt toll mit der Ziegenherde noch im Vordergrund. 


Nach noch ein paar Stunden Schlaf schauen wir uns dann nochmal zum Abschied das Panorama an und fahren dann zu meinen Eltern, die schon früher auf waren und vorgefahren sind an den Fuß des Berges, um dort am Nestos entlang zu wandern. Das war echt schön durch die Schlucht zu laufen, die der Fluss über Jahrmillionen gegraben hat. Natürlich waren meine Freundin und ich mit dem besten Wandermaterialien ausgestattet. Heißt wir sind mit Flip-Flops und Crocs dort entlang gewandert. Das hatte aber dann den Vorteil für uns, dass wir auf dem Rückweg noch einen kurzen Halt am Strand des Flusses einlegen und durch ihn hindurch waten konnten. Das Wasser ist ziemlich kalt. Wie es sich für einen Gebirgsfluss ebenso gehört. Danach fahren wir noch 30 Kilometer weit ans Meer und gehen dort schwimmen. Normalerweise sind die Strände von Griechenland ziemlich touristisch überlaufen, aber hier ist kaum jemand, was wir wirklich genießen. Dann neigt sich der Tag schon dem Ende zu und wir verbringen noch einen schönen Abend am Meer. Die Natur ist echt wundervoll und wir Menschen machen sie ziemlich respektlos kaputt… Das ist eine Sache, die mir immer und immer wieder in den Kopf kommt… Für das ganze Umwelt-Problem sollten wir als Menschheit echt langsam mal eine Lösung finden, denn so kann es nicht weitergehen. Noch haben wir einzigartige Natur an abgelegenen Orten, wie dort oben in den Bergen, wo wir heute Morgen waren. Das soll auch so bleiben. 

Tag 51 – 23.08.2016

Guten Morgen! Viel zu früh fahren wir in Richtung Drama und halten an er Bosch Werkstatt. Der Mechaniker dort, der sogar Deutsch kann, erkennt sofort das Problem: die in Bulgarien haben an der Hinterachse ein falsches Kupferrohr angebracht. Das hat nicht die richtigen Anschlüsse an den Enden und somit kann es nicht dicht sein. Laut ihm bin ich die ganze Zeit ohne Bremswirkung an der Hinterachse gefahren… Sehr beruhigend dieses Gefühl…. Ja… Er besorgt ein Ersatzteil beim nächsten Schrotthändler, baut es ein und ich darf zum Schluss noch mit dem Auto auf der Hebebühne hochfahren und immer mal wieder bremsen, damit er die Luft aus dem Bremssystem lassen kann. Das alles dauert keine zwei Stunden und wir können wieder sicher und mit allen Bremsen voll funktionsfähig weiter fahren. Es ist zum Glück noch nicht so spät und wir fahren in Richtung Gebirge am Nestos Fluss. Meine Eltern fahren um das Gebirge herum und dann auf den Aussichtspunkt, aber wir nehmen die Abkürzung über eine zwar gut ausgebaute, aber enge Bergstraße, die zwischendurch auch eine Begrenzung von 2 Tonnen Gewicht und 1,70 Meter Breite hat, die wir einfach mit beiden zugedrückten Augen ignorieren. Die Straße erinnert allgemein eher an einen deutschen Radweg als an eine Straße, aber sie führt uns super auf den Berg rauf und wir bekommen auch keinerlei Probleme mit den vorher ignorierten Begrenzungen. Liegt vielleicht daran, dass uns auf der ganzen Strecke kein einziges Auto entgegen kam. Von hier oben haben wir ein wundervolles Panorama auf das Gebirge mit dem Fluss, der sich durch die Berge schlängelt und die davor gelegene Ebene. Man sieht sogar ganz am Horizont das Meer. Hier bleiben wir den ganzen Nachmittag und auch den Abend, weil wir uns entschlossen haben hier zu übernachten. Der Sonnenuntergang geht echt schnell vorbei, weil die Sonne innerhalb von ein paar Minuten hinter den Bergen verschwunden ist. Schade. Aber dafür war es trotzdem schön. Gegen Abend beobachte ich mit Meike noch wie nach dem Sonnenuntergang die ganzen Funkellichter der Orte und Städte überall in den Bergen und zwischen den Bergen und Meer angehen. Seltsam dieses Gefühl hier oben alleine zu sein, aber irgendwie doch unter Leuten wegen den ganzen Lichtern…

Naja morgen geht’s dann ans Meer!

Nestos Gebirge 23-08-2016

 

Tag 50 – 22.08.2016

Heute schlafen wir schön aus bis es zu warm ist, um noch weiter im Bett zu bleiben und gehen nach dem Frühstück auf den Markt, der auf der Straße direkt hinter uns über Nacht entstanden ist. Einfach so. Gestern hat man noch gar nichts gesehen und heute ist bestimmt einen Kilometer lang die ganze Straße voll mit Lieferwägen, Pick-Ups und Autos, die zeug verkaufen. Man bekommt hier von Obst und Gemüse über Kleidung und Schuhe bis hin zu Fischen wirklich alles, was das Herz begehrt und das zu niedrigen Preisen! Wir schlendern erst den ganzen Markt hinauf und noch etwas am Strand weiter und dann auf dem Rückweg kaufen wir an vielen verschiedenen Ständen Obst und Gemüse. Dann geht es weiter zu einer Höhle, durch die ein Fluss durch fließt. Auf dem Parkplatz treffen wir meine Eltern, die uns sagen, dass die nächste Führung um 16:15Uhr ist. Jetzt ist es 15:55Uhr. Da sind wir ja perfekt gekommen. Also gehen wir dann gleich rein in die Höhle, die schön beleuchtet und wirklich geräumig ist. Von der Höhle wurden fast 11 Kilometer schon erkundet und erforscht, aber davon sind nur die ersten 500 Meter für Touristen zugänglich. Aber die sind echt auch schon mega interessant! Zurück geht es leider denselben Weg und nicht einen anderen. Dafür haben wir einen anderen Ausgang. Wieder am Auto schaue ich nochmal mit meinem Papa an der Hinterachse wegen der Bremse. Das Ergebnis davon ist: Es tropft aus der Bremsleitung auf das Rad, weil die in Bulgarien die Kupferleitung direkt an die Trommelbremse angeschlossen haben und nicht, wie es eigentlich sein müsste, mit einem kurzen Stück Schlauch am Ende, damit die Federbewegungen des Autos ausgeglichen werden können. Also fahren wir in die nächste größere Stadt zurück, die zum Glück nur 24 Kilometer entfernt ist. In Drama angekommen (ja die Stadt heißt wirklich so) schauen wir bei einer Werkstatt, die aber leider schon geschlossen hat und deren Halle auch nicht hoch genug für mein Auto wäre… Auf dem Rückweg schauen wir noch bei einem Bosch-Service vorbei, der auch schon zu hat… Aber deren Halle ist höher. Morgen früh schauen wir erst bei Bosch vorbei und wenn die das dort nicht können fahren wir zur anderen Werkstatt. Danach sollte dann aber mal wirklich wieder Ruhe sein mit der Bremse. Höhle 22-08-16

Tag 49 – 21.08.2016

Heute schlafe ich halbwegs aus und wir frühstücken wieder alle zusammen. Den Vormittag verbringe ich dann mit Video schneiden, Wasser auffüllen und es kommt noch ein Würzburger, der nach Griechenland ausgewandert ist vorbei, dessen Job es ist das Dixi-Klo des Strandkiosks zu leeren und unsere Klos auch leer macht. Der Betreiber von dem Kiosk ist übrigens ein Karlsruher. Irgendwie sind echt viele Deutsche nach Griechenland ausgewandert…
Bald ist es dann auch schon kurz von drei und ich muss los nach Thessaloniki zum Flughafen. Unterwegs habe ich wieder eine grandios-geniale Aussicht von der Autobahn aus wie schon auf dem Hinweg. Gerade rechtzeitig laufe ich in das Flughafengebäude rein und umarme keine drei Minuten später meine Freundin!! Zuerst habe ich sie überhaupt nicht gesehen und erwartetet auch nicht, dass sie schon da ist, weil auf dem Monitor auch stand, dass der Flieger noch nicht gelandet sei. Und plötzlich umarmt mich jemand aus dem Nichts! Ich bin überglücklich sie zu sehen und auch endlich wieder umarmen zu können!
Gemeinsam fahren wir dann etwa 80 Kilometer weiter an einen schönen Stellplatz am Meer und gehen baden. Hier steht zwar ein Camping verboten Schild, aber die 6 andere Wohnmobile interessiert das herzlich wenig und eigentlich parken wir ja nur und campen nicht also bleiben wir hier. Gegen Abend sieht die Bucht hier echt schön aus mit den dunklen Bergen, deren Spitze in den Wolken verschwindet und den Straßenlaternen und der Beleuchtung der Städte, die sich im Wasser spiegelt und dazu noch die Sterne. Wundervoll. Morgen Mittag möchten wir uns wieder mit meinen Eltern treffen, die immer noch auf dem Platz von gestern stehen. Zusammen werden wir dann eine Höhle anschauen. Das wird bestimmt auch toll.Nacht Meer 21-08-2016

Tag 48 – 20.08.2016

Heute geht es nach einem gemeinsamen Frühstück auf in Richtung Olymp! Ich muss dafür erstmal fas mein ganzes Gepäck hinter den Sitzen ausräumen und in den Fußraum vom Sprinter von meinen Eltern tun, damit mein Bruder da hinten, neben dem Ersatzrad noch sitzen kann, weil wir nur mit einem Auto – meinem Auto zu dritt hoch fahren, weil dort nicht so viel Platz ist. Wir parken dann in einer Parkbucht 500 Meter vor dem eigentlichen Gipfelparkplatz. Olymp Parkplatz 20-08-16Das war die richtige Entscheidung, weil der Gipfelparkplatz komplett zugeparkt ist und ich nur mit Mühe und Not dort hätte wenden können. Auf jeden Fall geht es dann für uns auf in Richtung Olymp. Natürlich nicht ganz hoch, weil ich ja morgen Meike (meine Freundin) vom Flughafen in Thessaloniki abholen muss und wir dafür auch nicht die richtige Ausrüstung haben. Wir fassen den optimistischen Entschluss bis zur ersten Berghütte zu laufen, die laut Schild 2,5 Stunden, aber 6 Kilometer entfernt ist. Der Weg führt uns durch dichte Wälder, steile Berge hinauf mit hier und da einer wundervollen Aussicht auf die steilen Felswände mit den tiefhängenden Bäumen. Ganz am Horizont kann man sogar noch das Meer erkennen. Die Aussicht ist einfach nur grandios!! Leider sehen wir aber die meiste Zeit davon wenig, da die Bäume die Sicht versperren. Das macht aber die wenigen lichten Stellen unterwegs nur noch interessanter und spannender. Nach ungefähr zweieinhalb Stunden Weg finden wir eine kleine Picknickbank und eine Trinkwasserquelle im Wald. Wie vorher auf dem Weg sieht man hier auch nur wenig, aber ich bin damit nicht zufrieden und laufe einen kleinen Trampelpfad hinter der Bank und abseits des Weges entlang und werde schließlich auch dafür belohnt. Deshalb rufe ich noch Sebastian und Papa und wir essen bei einer Aussicht auf mehrere Berge, die dicht bewachsene Wälder aufweisen, aber alle zu einer Schlucht zulaufen, durch die man, wäre es nicht so nebelig das Meer sehen könnte. Olymp 20-08-16Wir laufen noch weiter und nach etwa vier Stunden wandern treffen wir einen Deutschen, den wir danach fragen, wie weit die erste Hütte denn noch sei. Er meinte mindestens drei Stunden. Wir geben somit unser, wie es sich herausstellte zu optimistisches, Ziel auf laufen aber noch weiter, weil wir auf mehr Aussicht hoffen. Nach weiteren 45 Minuten fängt es aber an zu regnen und wir drehen um, weil es so aussieht, als würde erstmal nur im Wald weitergehen. Auf dem Rückweg genießen wir noch die Aussicht andersrum, die gleich, aber irgendwie auch anders aussieht. Zum Glück hört es bald auf zu regnen, weil es nur am Gipfel regnet und wir kommen dann wieder trocken am Auto an. Auf der Rückfahrt zum Sportplatz und zu Mama halten wir noch ein paar Mal bei schönen Aussichten an, um das wundervolle Panorama-Gemisch von Hochgebirge und Meer, die direkt aneinander grenzen. Hier könnte ich echt stundenlang sitzen und einfach nur die Aussicht genießen. Manchmal brauche ich auch einfach einen längeren Moment, um einfach die ganze Umgebung aufzufassen ohne etwas zu fotografieren oder filmen. Einfach nur staunen. Dann essen wir wieder etwas und fahren noch weiter etwa 30 Kilometer an einen wundervollen und nicht vollen Strand. Und das obwohl es Samstagabend ist. Wir gehen schwimmen und genießen den Sonnenuntergang hinter dem Olymp, der hier viel schneller geht als in Deutschland. Morgen fahre ich dann noch die 90 Kilometer nach Thessaloniki zum Flughafen, um endlich Meike abzuholen!! Ich freu mich wirklich auf morgen!Olymp2 20-08-16