Tag 123 – 31.10.2016 – T-Shirt

Wir stehen auf frühstücken und fahren dann etwa 50 Kilometer weiter an einen echt wundervollen Strand, wo große Wellen brechen und ich die Kraft des Meeres bestaune. Hier verweilen wir dann den restlichen Tag verbringen wir hier und machen noch einen Spaziergang in der Gegend.2016-10-31-bucht 2016-10-31-meer Mein Buch lese ich dann auch noch weiter und alles in allem ist es ein schöner und entspannter Tag. Der Grund wieso wir heute nicht so viel gemacht haben ist der, dass die Sonne, die immer wieder kraftvoll scheint echt angenehm ist und das sehr zu einem entspannten Tag auffordert. Morgen machen wir wieder mehr! Heute so gegen zwei Uhr habe ich bemerkt, dass ich mein T-Shirt den ganzen Tag falsch herum an hatte…. Das war vielleicht auch der Grund wieso mich die Kassiererin im Supermarkt mit einem breiten Grinsen angeguckt hat. Naja sowas passiert halt 😀

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Tag 122 – 30.10.2016 – Personenwechsel

Der Wecker klingelt heute so früh, dass ich ihn gar nicht höre und mein Papa mich wecken muss… Ist ja egal wir sind auf jeden Fall pünktlich am Flughafen, wo wir uns leider schon verabschieden müssen. Mein Papa hat jetzt eine ziemlich lange Warterei vor sich, aber es war eine echt schöne Zeit mit ihm!

Etwa um dieselbe Zeit ist mein Bruder mit meiner Mama auf dem Weg zum Flughafen in München, weil er ja heute zu mir kommt. Also ziemlich viel hin und her. Außer für mich. Deshalb schaue ich zwei Filme und laufe noch mal am Meer entlang und fange an ein Buch zu lesen. Ja eigentlich eine ganz entspannte Zeit. Um vier hole ich dann meinen Bruder am Flughafen wieder ab und er bringt mir sogar den Flugzeug-Nachtisch von seiner netten Sitznachbarin mit, mit der er viel geredet hat und die den nicht wollte. War echt lecker und so ein frittiertes, süßes Irgendwas. Weil es sich nicht wirklich lohnt noch viel zu machen heute bleiben wir hier auf dem Platz und ich zeige Sebastian ein bissle den Platz und er ist auch echt erstaunt, dass es hier noch so warm ist. Danach schneide ich noch mein Video fertig (kommt heute noch!) und schon ist es Abend. Was wir morgen machen entscheiden wir morgen. Auf jeden Fall klingelt da nicht der Wecker. 2016-10-30-bastian-strand-2 2016-10-30-bastian-strand 2016-10-30-strand

Tag 121 – 29.10.2016 – Kindisch hoch drei

Heute Abend müssen wir bei Kalamata übernachten. Das ist das einzige, was schon feststeht. In der Gegend hier gibt es aber leider auch nicht mehr so viel zu sehen, wo ich nicht schon alleine war. Abgesehen von einer kleinen alten Bogenbrücke, die uns über den Weg läuft. 2016-10-29-papa-brueckeAlso fahren wir Richtung Kalamata zum Badeplatz.2016-10-29-mystisch Der Regen ist unser ständiger Begleiter unterwegs und auch, als wir hier ankommen und optimistisch draußen essen fängt es währenddessen wieder an zu nieseln… Zum Glück kommt aber dann die Sonne endlich wieder raus und kurz nachdem wir fertig mit essen waren ist mir schon zu warm (in kurzer Hose und T-Shirt), weil die Sonne hier noch wirklich Kraft hat. So verbringen wir den restlichen Tag mit Sonne und Sommer-Feeling. Am späten Nachmittag machen wir dann noch einen Spaziergang ziemlich weit am Strand entlang und finden ganz viele Jollen auf dem Strand. Alle noch fast segelfertig aufgebaut. Da komme ich schon in Versuchung mal eine auszuleihen…2016-10-29-boote 2016-10-29-strand 2016-10-29-strand2

Den gesamten Rückweg laufe ich dann in der Brandung vom Meer und renne auch den Wellen entgegen bis sie brechen und dann wieder Richtung Strand. Ich muss sagen: Kleinkind zu spielen macht echt Spaß, was das in den Wellen rum rennen betrifft. Als wir dann ankommen ist natürlich auch meine Hose nass und meine Beine total sandig, aber ich hatte echt viel Spaß.2016-10-29-kindle

Mein Papa war jetzt eine Woche dabei und muss leider morgen schon wieder nach Hause fliegen… Wie diese Woche für ihn war lasse ich ihn am besten selbst beschreiben:

Ich glaube, ich habe noch nie eine ganze Woche nur mit meinem Sohn zusammen verbracht. Und zum ersten Mal bin ich Passagier im Urlaub. Gast bei meinem großen Sohn! Er fährt und ich sitze daneben (na ja, so manchen Kommentar musste Tobias ertragen). Er plant die Route und ich gebe sie im Navi ein. Er schlägt die Besichtigungen vor und ich laufe mit. Er kocht und ich spüle.

Jedenfalls hatten wir eine tolle Zeit zusammen. Wir haben zusammen die Sonne genossen, ganz viel im Meer gebadet, gewandert, besichtigt, gelacht und uns unterhalten. Für mich hat sich die Anreise für eine Woche auf jeden Fall mehr als gelohnt, denn diese Gelegenheit wird vermutlich so schnell nicht wiederkommen.

Nun muss ich morgen wieder nach Hause fliegen. Ich würde mehr als gerne noch bleiben. Dir, Tobias, wünsche ich noch eine supertolle Zeit unterwegs!

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Tag 120 – 28.10.2016 – Schraube im Reifen

Ich wache auf und siehe da: kein Regen. Leider habe ich kaum Zeit mich zu freuen, weil es nur eine halbe Stunde später wieder anfängt zu regnen… Beim Losfahren bemerkt mein Papa noch, dass der vordere linke Reifen relativ platt aussieht. Den müssen wir auf jeden Fall beim nächsten Tanken aufpumpen. Unser erstes Ziel heute sind die heißen Schwefelquellen von Methana. Bis dahin sind es nur zehn Kilometer, die auch bald hinter uns liegen. Vor dem Parken und Besichtigen fahren wir aber noch zur Tankstelle. Dort bemerken wir dann, dass im linken Vorderrad eine Schraube steckt… Na toll. Das ist dann wohl auch der Grund für den Luftverlust. Der Tankwart gibt uns noch eine nette Auskunft, halb auf Englisch halb auf Griechisch, dass wir hinter dem nächsten Ort eine Eko-Tanstelle anfahren sollen. Vorher halten wir noch an den Schwefelquellen, die hier den ganzen Hafen schwefelig machen. Trotz Schraube im Reifen ist das interessant. 2016-10-28-schwefelquellen

Weil wir die Wegbeschreibung nicht ganz verstanden haben suchen wir im Navi nach Tankstellen und die einzige Eko-Tankstelle weit und breit fahren wir dann an. Dort bekommen wir dann die erfreuliche Nachricht, dass der Reifen dort repariert werden kann, aber wir müssten eine viertel Stunde warten bis der Mann kommt, der ihn repariert. Das ist natürlich kein Problem für uns und nach der versprochenen viertel Stunde kommt auch ein Mann, der den Reifen abbaut, den Reifen von der Felge nimmt und von innen abdichtet. 2016-10-28-reperatur 2016-10-28-schraubeKeine viertel Stunde später ist der Reifen wieder drauf und wir rollen nach zehn bezahlten Euros weiter. Das ging jetzt echt schnell und ich bin wirklich froh, dass der Reifen wieder repariert ist und wir noch weiter fahren können zur Teufelsbrücke, die über eine Klamm führt.2016-10-28-teufelsbruecke Eine eigentlich wirklich unscheinbare Brücke mitten im Wald, aber wir laufen noch weiter entlang des Pfades und bald befinden wir uns im Dschungel.2016-10-28-dschungel 2016-10-28-dschungel2 2016-10-28-dschungel3 Griechenland ist halt wirklich das Land der 1000 Länder. Zurück am Nävle essen wir noch die restlichen Spaghetti von gestern und ich lasse meinen Papa fahren, damit ich unterwegs mein Video schneiden kann. Das war übrigens schwieriger, als ich erwartet hatte, weil es auf den holprigen, kurvigen und welligen Straßen echt schwer für mich ist meinen Finger auf dem Touchpad des Laptops genau zu bewegen, damit das Video so wird wie ich es will. Kurz bevor wir ankommen bin ich dann aber trotzdem mit dem Video so weit fertig, dass ich erst weiter machen kann, wenn ich die neuen Aufnahmen habe.

Wir übernachten wieder an dem Fischerhafen, den ich schon kenne, weil er ziemlich gut auf dem Weg liegt. Leider regnet es immer noch die ganze Zeit und wir verkriechen uns ins Auto. Ist ja schließlich schon fast sechs Uhr. Danach schaue ich noch einen Film und bald ist es auch schon Abend und es regnet immer noch… Naja wir warten jetzt auf morgen und hoffen, dass der Regen uns dann endlich wieder verlässt. Nichtsdestotrotz war heute trotz Schraube im Reifen und Regen ein schöner Tag, weil die Schwefelquellen interessant waren, wo wir übrigens noch einen Griechen getroffen haben, der Deutsch konnte mit dem wir geredet haben und der Wanderung über die Teufelsbrücke und durch den Dschungel. Und eine gute Sache hat der ganze Regen ja: Mein Auto wird mal wieder sauber! 2016-10-28-aussicht

Tag 119 – 27.10.2016 – Korinth und Epidauros

Kanal von Korinth, Theater von Epidauros und der Strand bei der Methana Halbinsel. Alles schon Orte, an denen ich schon war und heute auch wieder besuche, aber langweilig war es trotzdem nicht. Aber von vorne: Wir stehen bei bedecktem Wetter auf, gehen baden, frühstücken draußen und beim Losfahren fängt dann der Regen an… Naja egal wir fahren ja erstmal. Nach Korinth. Genauer gesagt zum Kanal von Korinth. Dann erreicht uns die Nachricht, dass die Leute von unserem Segelclub, die wir ja in Epidauros heute treffen wollten, aus dem Hafen auslaufen mussten, weil zu starker Wind war… Schade. Das heißt, dass wir sie jetzt doch nicht treffen können… Trotzdem halten wir aber an unserem Plan fest und besichtigen erst den Kanal von Korinth. Diesmal fahren wir aber auch zu einer der Senkbrücken an den jeweiligen Enden des Kanals. Das sind Brücken mit Metallrahmen, aber Holzbalken oben drauf, die in das Wasser runter fahren, wenn ein Schiffle kommt. 2016-10-27-bruecke-trockenKaum sind wir da fährt auch schon die Brücke runter. Interessante Sache.2016-10-27-bruecke-nass Vor allem weil danach ganz viele Schiffe und auch Segelboote rein und raus fahren. Das ganze Treiben beobachten wir von er Kaimauer, an der Schiffe festmachen können, die auf Durchfahrtserlaubnis warten. Dort möchte dann eine russische Crew mit ihrem Segelboot anlegen, scheitert aber dann nach ein paar Versuchen und wird raus geschickt, um zu warten, weil jetzt erst eine große Motoryacht durch kommt.2016-10-27-kaimauer Bei ihrem nächsten Anlegeversuch bieten wir dann unsere Hilfe an womit sie es dann nach ein paar heiklen Manövern endlich schaffen anzulegen. Als Dank für unsere kleine Hilfeleistung bekommen wir sogar noch eine Dose russisches Hackfleisch geschenkt. Echt lieb von ihnen. Also hatte ich jetzt am Kanal von Korinth wieder eine andere Erfahrung, als das letzte Mal und es war immer noch hoch interessant. Anschließend geht’s für uns zum Theater von Epidauros. Im Theater selbst ist kaum etwas los und wir versuchen aufzunehmen, wie gut die Akustik  im Theater ist, was aber leider scheitert. Live mit den Ohren hört man einfach jedes Detail von dort unten, bis hin in die letzte Reihe, aber mein Mikro kann das irgendwie nicht. Echt erstaunlich ist, dass für die Person, die in der Mitte des Orchesters (Die Runde Fläche, die die „Bühne“ darstellt in der Mitte des Theaters) alle Geräusche extrem widerhallen, obwohl für die Personen in der Cavea (die Tribüne) alles klar und ohne Hall zu verstehen ist. 2016-10-27-epidauros-theater 2016-10-27-epidauros

Weiter geht es zu den Ausgrabungsstätten, die so groß sind, dass selbst mein Papa aufgibt alle Schilder bis ins letzte Detail zu lesen. 2016-10-27-epidauros-ausgrabungenNach einem halbstündigen Spaziergang durch antike Bäder, Pilgerunterkünfte, einer Art frühem Krankenhaus, einem Stadion und Tempel finden wir den Weg zurück zum Auto, was uns dann zielstrebig an einen Badeplatz bringt. Der Regen hat übrigens immer noch nicht aufgehört. Selbst jetzt, als ich den Blogbeitrag um viertel vor zehn schreibe, kann ich noch dem Plätschern der Regentropfen auf dem Dach lauschen. 2016-10-27-stellpaltz

Obwohl ich heute aber, wie gesagt überall schon war, war es trotzdem nochmal interessant. Ein zweiter Blick auf diese Orte haben mir auch andere Kleinigkeiten und wichtige Details gezeigt, die ich vorher übersehen habe. Und meinem Papa das zu zeigen war natürlich auch eine tolle Sache, weil ihn vor allem das Theater von Epidauros echt beeindruckt hat. Das Dosenhackfleisch haben wir übrigens als Abendessen zu Spaghetti mit noch passierten Tomaten gemacht. War echt lecker.

Nach dem Essen habe ich noch mit meinem Papa über die Zukunft und auch Berufe und noch vieles mehr echt lange gesprochen. Das zeigt mir irgendwie auch, dass meine Reise mir auch etwas an meiner Zukunft ändern wird, weil ich erkenne, was ich machen möchte und was nicht. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich nach meiner Rückkehr ein anderes Leben führen werde. Ob das dann so sein wird weiß ich nicht. Aber ich möchte auf jeden Fall etwas ändern und meinen eigenen Weg im Leben finden.

 „Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ – Charles Darwin

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Tag 118 – 26.10.2016 – Nafplio

Heute ist Fahrtag. Wir fahren ungefähr 180 Kilometer, aber brauchen dafür auch gute drei Stunden. Aber wir müssen ja Richtung Norden, weil wir noch nach Epidauros und zum Kanal von Korinth wollen. Unser erstes Ziel heute lautet: Nafplio. Dort parken wir am Hafen und laufen zu Fuß in die schöne Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und Straßenständen überall. Der Rummel und wuselige Betrieb in den kleinen Gassen mit den vielen Ständen erinnert sehr stark an den marokkanischen Souk. 2016-10-26-nafplio-1 2016-10-26-nafplio-2 2016-10-26-nafplio-3Dann kehren wir noch in ein Gyros Restaurant ein und essen leckeres Chicken-Gyros mit Pommes und ausreichend Zwiebeln. Zufrieden, satt und mit guter Laune spazieren wir dann zurück an den Hafen und fahren weiter auf die Burganlage oberhalb der Stadt. 1711 wurde die riesige Festungsanlage hier von den venezianischen Besatzern angelegt und ist bis heute noch sehr gut erhalten. Der gute Erhaltungszustand muss an dem milden Klima hier liegen.2016-10-26-nafplio-burg 2016-10-26-nafplio-burg2 Auf jeden Fall ist es toll anzusehen und wir laufen bestimmt eineinhalb Stunden durch die Festung. Noch dazu ist die Aussicht von hier oben grandios und man sieht von den Bergen am Horizont über die Stadt Nafplio bis hin zu dem großen Kreuzfahrtschiff, was in der Bucht ankert alles.2016-10-26-nafplio-burg7 Dann möchte ich ein Foto von auf der Mauer machen, aber kaum habe ich mich darauf gestellt pfeift es hinter mir auch schon und der Aufseher deutet mir, dass ich runtersteigen soll. Gut. Jetzt halt von unten. So Aufseher mit Pfeifen waren auch schon an der Akropolis in Athen und sieht man hier wirklich öfter. Also wer es mag Spielverderber zu spielen, für den ist das genau der passende Beruf, oder? 2016-10-26-nafplio-burg3 2016-10-26-nafplio-burg4 2016-10-26-nafplio-burg5 2016-10-26-nafplio-burg6

Als wir dann zurück am Parkplatz sind ist es schon später Nachmittag und wir fahren noch ein paar Kilometer weiter zu einem Badeplatz, an dem ich alleine schon war und wir genießen noch den Sonnenuntergang. Jetzt muss ich aber mein Video fertig schneiden und schwup sind schon wieder ein paar Stündchen dahin. So ist das halt unterwegs. Man hat nie Zeit. Aber es ist auch echt schön hier durch wundervolle Landschaften zu fahren und geschichtsträchtige Orte zu besuchen und dann zwischendurch, danach und davor – ja eigentlich immer am Meer zu sein. Jetzt ist auf jeden Fall mein Reisestress zurückgekehrt, aber damit auch tolle Erlebnisse und Aussichten. Also ist es schöner Stress. Gibt’s sowas? Egal bei mir ist es einfach schöner Stress. 2016-10-26-stellplatz

Tag 117 – 25.10.2016 – Seenhöhle und Kap Tenaro

Wir gehen heute als erstes ins Meer, was über die großen, runden, rutschigen und sich bewegenden Steine mehr einem eleganten Watscheln entspricht. Danach geht’s auf zur Höhle, an der wir ja gestern schon kurz vorbei geschaut haben. Nach dem Ticketkauf haben wir kaum Zeit, um uns auf der Karte an der Wand neben dem Höhleneingang zu orientieren, da werden wir schon rein gebeten und dazu aufgefordert die sperrigen Schwimmwesten anzuziehen.2016-10-25-papa Keine fünf Minuten später sitzen wir dann auch schon in dem flachen Ruderkahn, der von einem netten Herrn durch die enge Höhle gesteuert wird. Das ist nämlich keine normale Tropfsteinhöhle, sondern eine Seenhöhle. Das bedeutet, dass die Höhle halb voll mit Wasser ist und trotzdem von der Decke Stalaktiten hängen. Der ganze Höhlenkomplex ist mehrere Kilometer lang und echt total beeindruckend. Oft müssen wir uns ducken, weil die Decke so niedrig ist oder ein Stalaktit uns sonst aufspießen würde. Naja wahrscheinlich eher anstupsen, aber das spielt jetzt hier keine Rolle. Einen genialen Eindruck auf uns machen auch die größeren unterirdischen Hallen, von dessen großer Wasserfläche die Decke reflektiert. Einfach nur beeindruckend und wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus… 2016-10-25-boote 2016-10-25-hoehle 2016-10-25-hoehle2 2016-10-25-hoehle3Am Ende der Bootstour steigen wir aus und laufen noch ein paar Meter über eine gut ausgebaute Strecke bis uns nach ein paar Stufen das Sonnenlicht wieder ins Gesicht scheint. Wir bleiben kurz stehen und realisieren. Die Höhle mit einem Wort beschrieben: Wow. Auf den Bilder kommt es, wie leider so oft nicht so schön und eindrucksvoll raus, wie es eigentlich der Fall war, weil viele Bilder verwackelt und verwischt sind, weil wir ja in dem Boot permanent am fahren waren… Es ist auf jeden Fall eine echt geniale Sache eine Tropfsteinhöhle mit einem Boot zu erkunden.

Als zweiter Programmpunkt steht das Kap Tenaro auf dem Plan. Ja ich meine unseren imaginären Tagesplan. Die Fahrt dahin beeindruckt vor allem meinen Papa, der noch nicht so viel von der Peloponnes gesehen hat wie ich. Aber obwohl ich schon länger in genialer Landschaft unterwegs bin ist die Aussicht auf die Klippen und Berge mit der Ruinenstadt im Vordergrund von dem einen Parkplatz aus einfach beeindruckend. Egal wie viel man schon gesehen hat. 2016-10-25-aussicht-fahren

Ein paar viele Serpentinen und drei enge Dörfer weiter findet die Straße ihr Ende und wir laufen zu Fuß weiter. Der Weg führt durch die karge Landschaft, an einem antiken Mosaik vorbei bis hin zu dem Leuchtturm ganz an der Spitze vom Kap. 2016-10-25-mosaik2016-10-25-kap-tenaro 2016-10-25-laufen Bei einem Blick nach Süden finde ich mit dem Auge nur zwei Frachter, die gerade aneinander vorbei fahren uns sonst nur die endlose Weite des Meeres. Das liegt daran, dass dieses Kap hier die zweitsüdlichste Stelle von ganz Europa ist! Nur in Südspanien gibt es einen Zipfel, der noch 41,3 Kilometer südlicher ist, kurz vor Marokko also. Das ist echt beeindruckend. Vor allem, weil ich auch schon am nördlichsten Zipfel von Europa war! 2016-10-25-leuchtturm

Noch eine auffallende Sache ist, dass der Seegang relativ hoch ist und es trotz eigentlich sehr ruhigem Wetter extrem windig ist hier draußen. Aber was habe ich anderes erwartet? Ist ja schließlich ein Kap. Die müssen windig sein. Nur würde ich echt nicht gerne einen Sturm hier erleben, wenn die ganzen Wellen hier hoch schlagen… 2016-10-25-kap-tenaro-papa2016-10-25-kap

Naja für uns geht’s dann wieder zurück zum Nävle und weiter in Richtung Norden (nach Süden geht ja nicht mehr). Nach ungefähr 50 weiteren kurvigen Kilometern rollen wir auf einen schönen Platz am Strand. Hier verbringen wir dann den Rest vom Tag mit leckerem griechischem Joghurt und ich schneide noch zwei Stündchen und jetzt gehe ich gleich, wie so oft müde ins Bett. Müde, weil wir heute viel erlebt und viel gemacht haben. Das war echt alles mega interessant und echt toll! Morgen geht es dann weiter Richtung Norden. Wohin genau das weiß weder mein Papa noch ich. Aber genau das ist doch das Schöne am Reisen oder? Den Moment leben! Genießen, dass wir jetzt hier sind und um morgen wird sich morgen gekümmert. Eigentlich sollten wir das überall und immer so machen, soweit das möglich ist. Aber wieso sollte es das nicht?2016-10-25-stellplatz

Tag 116 – 24.10.2016 – Viros Schlucht

Was brauchen wir als Segler für einen gelungenen Morgen? Genau: Wasser! Gaanz viel Wasser und das gibt es im Meer. Dann geht’s nach Frühstück, Wasser auffüllen und einkaufen los zur Viros Schlucht. Unterwegs halten wir noch an einem antiken Dörfle namens Kardamil und laufen ein paar Minuten durch die verwinkelten, kleinen Gässchen an Orangenbäumen vorbei. 2016-10-24-kadamil

An der Schlucht angekommen staunen wir auf dem Parkplatz schon nicht schlecht… Die Schlucht ist riesig und die nackten Felswände in Verbindung mit den Gipfeln, die in die Wolken hinein ragen ergeben ein mystisch-interessantes Bild ab. 2016-10-24-viros-schluchtAlso laufen wir die kleine Straße entlang und weiter über Schotterwege in die Schlucht runter. Nach ein paar Minuten gewähren uns die Felswände einen genialen Ausblick die Schlucht entlang bis hin zum Meer. 2016-10-24-viros-schlucht-panoramaKurze Zeit später fängt der Weg an wirklich nass und matschig zu werden, aber wir laufen trotzdem weiter. Bis wir dann an einer Wassermühle ankommen, zu der Stromkabel führen und irgendwo anscheinend auch Wasser. Die Aussicht von hier ist natürlich noch grandioser in Richtung „zurück“, als vorher, aber das ist nicht das einzig Interessante. Die Wände reflektieren hier den Schall und wenn man ein lautes Geräusch von sich gibt, wie zum Beispiel einen Pfiff oder einen Schrei hallt die ganze Schlucht davon wider.2016-10-24-viros-schlucht-2 2016-10-24-viros-schlucht-3 Langsam kommen immer mehr dunkle Wolken und wir machen uns an den Rückweg. Diesmal geht’s bergauf und wir kommen beide ziemlich ins Schwitzen, weil die Luftfeuchtigkeit hier durch die Wolken sehr hoch ist. Wieder am Nävle angekommen geht es wieder bergab Richtung Meer. Dann nach einer halben Stunde Fahrt meine interessanteste Entdeckung: ein halber Pickup als Anhänger. Da hat einfach irgendjemand, den ich wirklich feiere, die Ladefläche von einem alten Pickup samt Rahmen, Achse und Räder abgetrennt, die Vorderseite zugebastelt und eine Deichsel vorne dran geschnallt, sodass er es als Anhänger benutzen kann. Ich hab leider kein Bild davon machen können, weil es unterwegs viel zu schnell an mir vorbei zischt.

Als wir an der Höhle ankommen, die wir morgen besichtigen wollen (mit einem Boot!) merken wir bald, dass wir hier nicht an den Strand kommen, wo wir eigentlich hin wollten zum Übernachten. Der Weg ist dann aber auch schnell gefunden und wir essen leckere Spaghetti am Meer zu Mittag/Abend und genießen noch den Strand und die Aussicht für den Rest des Tages. Alles in Allem war das ein echt schöner und interessanter Tag. Morgen wird bestimmt auch toll mit der Höhle. Ich freu mich (wie irgendwie immer… Ja ich bin halt glücklich 😀 ) drauf!

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Tag 115 – 23.10.2016 – Papa da!

Nach dem Aufwachen bemerke ich, dass heute echt tolles Wetter ist! Strahlende Sonne und blauester Himmel! Das heißt für mich natürlich, dass ich ins Meer muss! Ich bin echt überrascht wie warm das Meer noch ist! Also genieße ich das klare, blaue, warme Nass, was ziemlich viel Seegang hat. Als ich dann raus komme die nächste Überraschung: kein kalter Wind erwartet mich, sondern auch noch die Sonne! Ich liebe es, dass es hier gefühlt noch Sommer ist!

Anschließend mache ich dann meinen Spaziergang am Meer auf der Schotterstraße, den ich ja gestern und vorgestern schon machen wollte. Bald merke ich aber, dass das gar nicht so spannend ist, wie ich es mir vorgestellt habe, weil es einfach nur eine Schotterstraße ein paar Kilometer parallel zum Meer ist, die dann abzweigt und in ein Dorf führt. 2016-10-23-halbes-haus 2016-10-23-holzi 2016-10-23-holzi2 2016-10-23-holzilein 2016-10-23-umkleidekabineAuf dem Rückweg begegne ich auch meinen alten Freunden wieder. Den Regenwolken.2016-10-23-wolken Also geht’s mit beschleunigtem Schritt wieder zurück zum Nävle. Bald danch lässt es auch einen Schauer runter… Drinnen im Trockenen schneide ich noch mein Video und lasse es rendern. Das braucht dann den ganzen Akku von meinem Laptop auf und hat danach sogar noch einen Renderfehler drin… Klasse… In meiner Batterie habe ich auch nicht mehr so viel Strom, weil ich ja schon fast drei Tage hier geblieben bin ohne zu fahren und auch nur manchmal Sonne da war fürs Solarpanel. Also werdet ihr jetzt das Video mit Renderfehler sehen. Ätsch. (Ist aber nicht schlimm und nur eine Sekunde)

Bald darauf ist es auch schon an der Zeit, dass ich aufbrechen muss in Richtung Flughafen, um meinen Papa abzuholen. Mein Navi findet von den 7 Kilometer Strecke erst nach 5 ein GPS-Signal… Zum Glück kenne ich den Weg. Auf dem kleinen, schnuckeligen Flughafen angekommen warte ich noch ein paar wenige Minuten bis mein Papa auch schon kommt. Er musste mit den anderen Passagieren über das Rollfeld laufen. Lustige Sache. Seit heute Morgen um kurz vor zehn ist er unterwegs und war auch ein bissle in München unterwegs. Davon zeige ich euch auch ein paar Bilder am Ende. Wir fahren dann also wieder an meinen Übernachtungsplatz von gestern zurück und laufen noch zusammen die Mole raus. Es ist echt schön wieder in Begleitung unterwegs zu sein. Ich freu mich schon riesig auf die kommenden zwei Wochen, die ich nicht alleine verbringen werde! 2016-10-23-selfie

Hier noch ein paar Bilder aus München. Beim dritten Bild ist der Flügel in der Fußgängerzone das interessanteste.

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Tag 114 – 22.10.2016 – Gewittertag

Schön lange schlafe ich aus, frühstücke gemütlich, guck mich draußen noch etwas um und entdecke sogar Toiletten, die aber leider zu sind, spüle und trockne ab und mache mich dann auf den Weg der Schotterstraße am Meer entlang zu folgen.2016-10-22-kanal 2016-10-22-stellplatz 2016-10-22-strand 2016-10-22-strand22016-10-22-boote Leider komme ich nicht weit… Nach zehn Minuten kehre ich wieder um, weil die schnell näher kommenden schwarzen Wolken sehr nach Regen aussehen. Kaum bin ich zurück an meinem Nävle fängt es auch schon an heftig zu regnen… Na toll dann wird das wahrscheinlich heute wieder nix… Also lege ich mich ins Bett und schaue einen Film. Mittendrin wäre ich dann fast aus dem Bett geplumpst, weil ein extrem lautes und tiefes Donnergrollen die ganze Kabine durchdringt. Dazu kommen dann auch noch Blitze, die ab und an den Himmel beleuchten… Also ein richtiger Gewittertag… Ich hätte jetzt gerne meine Freundin hier… Weil ein Gewittertag ist gleichzeitig auch ein Kuscheltag. Naja man kann eben nicht alles haben… Später werde ich wieder ziemlich erschreckt, als ein Schuss laut von irgendwoher zu hören ist. Kurz danach noch einer und noch einer… Ein paar Minuten später fahren dann zwei Männer auf einem Roller vorbei und der Hintere hat ein Gewehr auf dem Rücken. Keine Ahnung auf was sie geschossen haben… Gegen Abend kommt dann sogar noch die Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht von der Schotterstraße vom Meer und über die kleine Brücke gefahren… Und schon wieder stellen sich mir Fragen: Was macht die Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht auf einer Schotterstraße am Meer? Störe ich sie? Letzteres scheint nicht der Fall zu sein, obwohl frei campen in Griechenland ja verboten ist, fahren sie einfach weiter mit ihrem Blaulicht. Sehr interessant sind auch die ganzen Angler, die hier herkommen, um von der oben erwähnten Brücke zu angeln oder die anderen Leute, die einfach nur mit dem Auto hier her fahren und wieder umdrehen. Also hier ist echt genug los…2016-10-22-fenster

Ich freue mich echt, dass ich morgen meinen Papa am Flughafen abholen darf und mit ihm ne Woche unterwegs sein kann! Anschließend kommt ja auch noch mal mein Bruder für ne Woche! Da freu ich mich auch schon drauf!

Tag 113 – 21.10.2016 – Schiffle fahren

Ich mag Schiffe. Wirklich. Aber wenn sich Autofahren so anfühlt, als würde man gerade ein Schiff steuern, was in vollster Verdrängerfahrt durchs Wasser pflügt ist das etwas anderes. Es regnet nämlich in Strömen, als ich ein paar Kilometer in die Berge fahre. 2016-10-21-fahren-regenKurz vor Kalamata fangen dann die Badewannen auf der Straße und damit die Seen an… Das Wasser spritzt im Minutentakt immer mal wieder meterweit links und rechts vom Auto weg, sogar so weit, dass ich einen Müllcontainer am Straßenrand mit Wasser versorge… Als ich dann an der Ampel stehe bekommt mein Auto auch eine schöne Reinigung von links und rechts. 2016-10-21-fahren-nass

Als ich dann am Platz ankomme und nur kurz zu Fuß ans Meer laufe und noch ein paar Meter weiter bin ich – nun ja… sagen wir: nicht mehr trocken…  Das bedeutet dann wohl eher, dass ich nicht noch die Gegend erkunden werde, obwohl es hier echt interessant aussieht. Den Rest des Tages verbringe ich mit Filmen. Morgen werde ich dann die Gegend erkunden und mal schauen, ob ich von hier zum Hafen von Kalamata laufen kann. Müsste eigentlich gehen. 2016-10-21-fahren-stahl