Mein eigener Reiseführer!

Hey zusammen,

endlich ist es soweit! Mein eigener Reiseführer über die Deutsche Limes-Straße ist veröffentlicht!

Es war viel Arbeit, aber es hat sich gelohnt und ich habe auf jeden Fall auch wirklich viele Erfahrungen damit gemacht.

160 Seiten lang und der Themenstraße Limes folgend eignet sich mein Büchle nicht nur für längere Urlaube, sondern auch für Wochenendausflüge in der Region.

Herausgegeben hat es der Verlag „MOBIL & AKTIV ERLEBEN“. Von diesem Verlag gibt es weitere Bücher, die diese Idee des Regionalismus verfolgen, aber auch weiter entfernte Ziele, wie beispielsweise Island, das Baltikum oder Namibia. Falls nun Interesse an solchen Büchern aufkam besucht gerne den Online-Shop unter:

https://www.mobil-und-aktiv-erleben.de/m-ae-online-shop/

In meinem Reiseführer ist als Neuheit auch eine Verknüpfung zwischen Online- sowie Printmedien geschehen. Meine Idee war es nämlich zu den jeweils 5 Highlights jeder Tour (insgesamt 4) ein kleines,informatives YouTube-Video zu drehen und via QR-Codes zu verlinken. Und so ist es nun auch geschehen. Deshalb gibt es auch ein Video über das komplette Buch, was ich hier gleich einfügen werde.

Ansonsten viel Spaß und schaut mal bei der Homepage des Verlages vorbei!

Roadtrip nach Hamburg und Berlin!

Hallo zusammen!

Es ist eine Weile her seit dem letzten Beitrag also erstmal: Frohes neues Jahr nachträglich noch! Zwischen Weihnachten und Silvester war ich mit Begleitung für jeweils zwei Tage in Hamburg und Berlin. Das Video zeigt ein paar Zusammenschnitte.

Viel Spaß!

P.S.: Es wird bald wieder mehr Beiträge hier geben, wenn ich wieder Semesterferien habe und mein Buch fertiggestellt ist. 🙂 

Ein paar Impressionen von meiner Recherche

Hallo zusammen!

Ich melde mich erst jetzt und habe nur ein kurzes Video über meine bisherigen Eindrücke für euch zusammengeschnitten, weil die Recherche für den Reiseführer ziemlich viel Zeit in Anspruch nimmt. Das ist echt eine anstrengende Sache, weil ich alles von überall an Material zusammentragen muss. Das sieht man gar nicht, wenn man so ein Büchle in der Hand hält. Auf jeden Fall blieb mir in den letzten Tagen nicht so viel Zeit und Elan übrig, dass ich noch so viel filmen oder schreiben konnte, wie ich gerne wollte. Aber mir macht es Spaß durch die Gegend zu fahren und alles zu erkunden und herauszufinden, ob und was man hier machen kann und so weiter und sofort. Ich bin auf jeden Fall selbst schon gespannt darauf den fertigen Reiseführer Anfang nächsten Jahres über die Deutsche Limesstraße in Händen zu halten und freue mich darauf. Die Zeit, die ich jetzt noch mit Recherchieren verbringen werde, wird weiter spannend und interessant, aber auch anstrengend und trotzdem werde ich es genießen. Also jedem, der das hier jetzt liest wünsche ich noch schöne Sommertage und genießt es auch!

Tag 159 – 160  – 06. – 07.12.2016 – Heimreise

Auf die Fähre kommen wir erst ziemlich spät und müssen dann in das zweite Untergeschoss fahren, wo wir nicht gerade und parallel zum nächsten Wohnmobil parken dürfen, sondern uns quer und halb vor ein anderes Wohnmobil stellen sollen. Keine Ahnung was das genau bringen soll, weil die Fähre auch nicht annähernd voll mit Autos ist, aber ich höre auf den Einweiser und so lassen wir das Nävle dann schräg zurück und gehen auf unsere Kabine, die nur kalt geheizt wurde… Die Abfahrt vom Schiff verzögert sich aber um fast zwei Stunden, weil permanent noch LKWs eingeladen wurden.

Die Überfahrt an sich verlief total ruhig und problemlos, nur war mir ein wenig langweilig zwischendurch und deshalb habe ich nachdem ich alle Filme geschaut hatte auf dem Handy noch ein paar alte Vlogs von mir geschaut… Ich habe echt schon ne Menge erlebt in den vergangenen fünf Monaten… Nach einer ewigen Warterei kommen wir dann auch um halb acht in Genua an und fahren noch an Mailand vorbei auf einen Stellplatz bei einer Fabrik. Nicht idyllisch oder total leise, aber für eine Zwischenübernachtung vollkommen genug. Um vier Uhr morgens weckt uns eine Warmwasserleitung, die nicht mehr am Wasserhahn dran sein wollte und etwas Wasser laut auf die Box darunter plätschert. Das ist aber zum Glück schnell behoben und wir schlafen weiter bis um kurz nach sieben. Weil ich ankommen möchte fahren wir dann bald los in die schöne Schweiz, über den San Bernardino Pass, durch ein paar wenige Staus und dann endlich bei Sonnenuntergang nach über 550 Kilometer rollen wir auf den Hof bei uns Zuhause, wo mein Papa und Bruder schon auf uns gewartet haben und Schilder mit „Herzlich Willkommen Tobias!“ und „Herzlich Willkommen Pia!“ gebastelt haben und sogar noch Sekt haben. Ein sehr herzlicher Empfang und ich freue mich wirklich wieder Zuhause zu sein. Das soll aber nicht heißen, dass meine Reise nicht auch genial war. Über meine Reise rückblickend schreibe ich noch mal näher etwas oder mach ein kleines Video dazu, wenn ich ansatzweise verarbeitet habe, was so los war die letzten Monate. Klar ist mir aber schon eins: Meine Reise war genial und ich würde es rückblickend nicht anders machen wollen. Hier Zuhause habe ich jetzt auch wieder echt viel zu tun. Vor allem auch, weil ich noch eine zusammenfassendes Video über meine ganze Reise schneiden möchte und das ist angesichts der Tatsache, dass ich die letzten fünf Monate jeden Tag im Durchschnitt etwa zwei Gigabyte an Daten gesammelt habe sehr viel Arbeit denke ich. Auf jeden Fall gebe ich euch nochmal Bescheid, wenn das Video fertig ist und auch kommt noch ein Vlog von meiner Heimreise und ich fahre nach Weihnachten nochmal ein bissle weg und auch in Zukunft sind noch weiter Reisen geplant. Das heißt also nicht, dass der Blog hier einschlafen wird, weil meine Reise vorbei ist. Natürlich wird weniger kommen alleine schon wegen meinem Studium, aber trotzdem möchte ich meine Seite am Leben erhalten. Morgen kommt auf jeden Fall erstmal noch der Vlog 😀 .

Tag 85 – 88 26.09.2016 – 28.09.2016 – Fernweh

Gerade sitze ich im Zug. In Richtung meiner Freundin. Also wieder unterwegs und in Bewegung. Die letzten Tage waren für mich zwar wichtig, weil ich viele Sachen erledigt habe, aber nicht wirklich spannend, um hier zu berichten.

Wie ich hier so im Zug sitze und über zwei Stunden lang fahre habe ich echt genug Zeit, um mir alles nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Dabei wird mir etwas bewusst, was ich schon länger unterbewusst schon weiß: Ich will wieder weiter reisen. Meine Pause reicht mir jetzt. Schon beim Mittagessen gestern mit meinem Papa haben wir über viele Sachen geredet, die ich machen kann, sobald ich wieder in Griechenland bin und ich habe wirklich Lust das alles zu realisieren. Mein Alltag seit ich unterwegs bin hat sich geändert und ich habe mich an das Leben auf Reisen so sehr gewöhnt, dass sich Zuhause sein für mich wie Urlaub anfühlt und nicht wie mein Alltag. Ich bin echt froh, dass ich mich dazu entschieden habe mal wieder meine Heimat zu sehen, aber mein Fernweh meldet sich jetzt wieder zu Wort und ich bin auch froh, dass ich diesem Fernweh am Montag nachgeben kann und meine Reise fortsetzen kann. Als ersten Programmpunkt habe ich erstmal den Kanal von Korinth, was bestimmt auch interessant ist, vor allem weil dort irgendwo eine Holzbrücke ist, die runterfährt ins Wasser, wo dann Schiffe drüber fahren können. Das hört sich mega interessant an. Ich habe jetzt auch einen Reiseführer für die Peloponnes, worin ich nachher mal ein bissle drin stöbern werde, um meinem Fernweh noch mehr Futter zu geben.

Noch eine Sache wurde mir durch meinen Heimaturlaub klar: Hier Zuhause verpasse ich wenig. Viel weniger, als ich auf meiner Reise erlebe. Außerdem ist es schön alles wieder hinter mir lassen zu können und noch nicht ans Bewerben fürs Studium denken zu müssen und wieder einfach nur an die Reise und das Morgen zu denken. Denn wenn man so wie ich unterwegs ist und reist, dann lebt man viel mehr im hier und Jetzt und weiß das Heute viel mehr zu schätzen. Wie oft habe ich selbst mir Zuhause schon gedacht: „Das mache ich morgen.“ Aber unterwegs ist das oft nicht möglich und so wird mir zwangsläufig beigebracht Dinge anzupacken. Jetzt und nicht morgen oder das berühmte „Nachher“. Nur so kommt man nämlich an sein Ziel. Ich bin echt gespannt, was mich meine Reise noch lehren wird, abgesehen von Land und Leuten.

„Wenn man mich fragt, warum ich reise antworte ich: Ich weiß wohl, wovor ich fliehe, aber nicht, wonach ich suche.“

Michel de Montaigne

Tag 82 – 84: 23.– 25.09.2016 Endlich wieder gesegelt

Das Auto meiner Mama ist wieder repariert. Was war? Nur ein Softwareproblem. Irgendwas hat sich aufgehängt und die in der Werkstatt haben das resettet und alles läuft wieder einwandfrei. Puhh kein Fahrfehler von mir. Ich atme erstmal auf. Danach geht es für mich weiter zum Segelclub.
Dieses Wochenende ist Regatta von unserem Segelclub. Das ist dann auch wieder das erste Mal, dass ich wieder segle seit Juni (!!). So viele Leute sprechen mich an mit „Ahh du auch wieder da, wie schön!“ oder „Reise schon vorbei?“, worauf meine Antwort immer „Nein, nur ne Pause“ lautete. Auf jeden Fall sind alle, mit denen ich rede echt nett und ich habe sehr bald das Gefühl niemals weggegangen zu sein. Der Segelclub ist für mich ein Teil meiner Heimat, weil ich hier viel Zeit schon verbracht habe und alle Leute da echt lieb habe. Dann geht’s raus aufs Wasser!2016-09-25-regatta2 Mit meiner Segelpartnerin Liv, mit der ich auch schon vorher und letztes Jahr gesegelt bin. Wir machen gewohnt viel Unsinn und lachen, blödeln rum und zanken wie ein altes Ehepaar, wenn irgendwas nicht glatt läuft. Nicht zu vergessen unser euphorisches singen zu den verschiedensten Liedern, die in unseren Köpfen herumgeistern. Dazu noch die Sonne, das Wasser und das Boot, was geräuschlos durch das Wasser gleitet. Ach habe ich das alles vermisst! Es ist zwar kaum bis zu wenig Wind, aber Spaß haben wir trotzdem! Bei der Regatta werden wir dann 5. von 10, was nicht schlecht ist, aber noch besser geht. Nächstes Jahr dann!2016-09-25-regatta
Es ist schon Ende September, was bedeutet, dass sich die Segelsaison so langsam dem Ende zuneigt und die Boote jetzt peu à peu aus dem Wasser gekrant werden bis zum Winter hin kein Boot mehr im Hafen liegt. Das ist immer ein trauriger Moment für mich als Segler, aber da bin ich ja dann wieder in Griechenland.
Am Sonntagnachmittag kommt auch noch meine Tante mit meinen drei Cousinen (leider ohne meinen Onkel und Cousin, weil der krank Zuhause bleiben musste) und wir grillen zusammen noch mit meiner Oma und haben eine echt große Tafel mit allerlei Leckereien.2016-09-25-essen
Jetzt sitze ich wieder bei meiner Freundin im Bett mit dem Laptop auf dem Schoß und fange so langsam erst an zu realisieren, dass ich in Deutschland bin. Dass alles wieder „normal“ ist. Aber ich fühle mich immer noch nicht so… Es fühlt sich an wie ein Urlaub. Heimaturlaub eben… Immerhin weiß ich jetzt so Sachen wie den Laptop überall aufladen zu können ohne drauf achten zu müssen und eine gepflegte Dusche mit heißem Wasser viel mehr zu schätzen. Das ist schon ein Luxus, den wir tagtäglich als „normal“ hinnehmen. Solche einfachen Sachen wie zum Beispiel auch „unendlich“ Wasser aus dem Wasserhahn und „unendlich“ Strom aus der Steckdose sind Sachen, die man erst schätzen lernt, wenn sie weg sind und man sich im Wohnmobil zum Beispiel immer drum kümmern muss, dass Wassertank und Batterie nicht leer werden.
Ich finde es wirklich gut, dass ich mich dazu entschlossen habe eine Auszeit in Deutschland zu machen und mich einfach ins Flugzeug gesetzt habe. Trotzdem ist hier alles erschreckend gleich geblieben… Gefühlt habe ich extrem viel erlebt in den vergangenen zweieinhalb Monaten unterwegs und habe mich schon ein Stück verändert was Sichtweisen auf bestimmte Dinge angeht zum Beispiel. Und trotzdem komme ich zurück und alles ist „wie vorher“. Aber nicht ganz. Ich bin nicht „wie vorher“. Ich habe mich ein Stückle weit verändert. Oder bin ich einfach nur mehr „ich“ geworden? Ich weiß es nicht.

Tag 79-81: 20.-22.09.2016 Der Grund wieso keine Beiträge kamen

Frische, kühle Luft, leichter Wind, überall grün, Leute, die auf Deutsch im Hafen reden, Gänse, die man im Hintergrund schreien hört. Moment mal… Auf Deutsch? Kühle Luft? Das klingt nicht mehr nach Griechenland. Das liegt daran, dass es nicht mehr Griechenland ist… Ich sitze hier im Moment im Segelclub. In „meinem“ Segelclub. Es ist so schön hier. Ruhig, grün und alle Leute gehen miteinander um, als wären sie eine große Familie… 2016-09-22-segelclubAber wieso bin ich überhaupt hier?

Kurz vorneweg: Reisen ist genial! Und ich werde auf jeden Fall meine Reise noch fortsetzen, weil ich noch viel erleben und erfahren möchte und Griechenland dafür noch viel zu bieten hat. Außerdem habe ich noch Zeit, bis ich mein Praktikum fürs Studium im Januar anfange.

Aber jetzt mal von Anfang an:

Wieso will ich überhaupt eine Pause machen von meiner Reise? Es macht mir echt mega viel Spaß durch die ganzen Länder zu fahren und alles Mögliche zu entdecken. Auch alleine. Und ich glaube, dass ich auch schon echt viel dazu gelernt habe in den 78 Tagen, die ich schon unterwegs bin. Es ist nur so, dass es auch echt anstrengend ist alleine zu reisen, weil ich echt an alles denken muss und von spülen bis Auto fahren und Videos schneiden alles selbst machen muss. Versteht mich nicht falsch, das macht mir echt viel Spaß und es sind tolle Erlebnisse. Es ist nur auch anstrengend. Und ich habe meine Heimat vermisst. Nicht mein Zuhause, denn das ist mein Nävle geworden mittlerweile sondern meine Heimat. Ich war es leid, dass mich jeder zweite blöd angeguckt hat, ich nicht wusste wo ich auch nur ne Tankstelle finde, nicht wusste wohin ich fahre, mich nicht auszukennen, mit allen auf Englisch zu reden und so viel zu organisieren. Ich wollte einfach mal wieder etwas Ruhe, meine Heimat, meine Familie, meine Freundin, meine Freunde, unser Haus und den Segelclub, um nochmal segeln zu gehen, bevor die Saison endet. Ich hatte einfach Sehnsucht nach meinem „normalen Leben“ wenn ihr versteht, was ich meine…

Deshalb habe ich mich am 20.09. um acht Uhr in Athen in den Flieger gesetzt und bin nach Hause geflogen. 2016-09-20-flugzeugSeitdem war ich schon bei meiner Oma, meiner anderen Oma, meiner Tante und meinem Onkel, im Segelclub, Zuhause, habe viele wichtige Sachen erledigt und entspannt. Es tut echt gut wieder etwas Heimat zu tanken. Meine Freundin und meine Großeltern habe ich von meinem spontanen Flug nichts gesagt und sie dann überrascht. Sie haben sich mega gefreut und alle Überraschungen haben geklappt, was ich echt gut finde und nicht gedacht hätte. Als ich vorhin von Meike zu Oma und Opa fahren wollte ist dann noch das Auto meiner Mutter, mit dem ich unterwegs war, kaputt gegangen (Motor- und ESP-Kontrollleuchte an und ich konnte nur noch 50Km/h fahren) und ich musste es in die Werkstatt fahren… Schon wieder was zu tun… Irgendwas ist ja immer. Ich weiß nur noch nicht was die Ursache war und ob ich etwas falsch gemacht habe. Das hoffe und glaube ich zwar nicht, aber wer weiß.

Außerdem denke ich, dass ich nach meinem Heimaturlaub wieder motivierter und ausgeruhter meine Reise fortsetzen kann. Ich werde auf jeden Fall nach meinem Rückflug zum Kanal von Korinth und dann weiter auf die Peloponnes fahren. Da freue ich mich auch schon wieder drauf. Aber zuerst werde ich meine Zeit bis zum 03.10. in Deutschland genießen. Mein Nävle wartet in Griechenland auf mich. Ich weiß auch noch nicht wie viel ich von meinem Deutschlandaufenthalt bloggen werde… Auf jeden Fall kommt noch der Vlog von Athen demnächst!

Ich bin auf jeden Fall gerade komplett glücklich, aber freue mich auch wieder weiter zu reisen

Tag 2 – 05.07.2016

Soooo. Der heutige Tag hat damit gestartet, dass ich wie gestern angekündigt erst einmal ins Freibad gegangen bin. Das war aber alleine nicht ganz so spaßig wie erhofft… Deshalb gings dann auch gleich nach einer kleinen Irritation wo ich den Stellplatzt bezahlen sollte weiter in Richtung Tschechien. Weil ich aber gestern so viel zu tun hatte, meine Gedanken hier rein geschrieben habe bis um halb eins und mich die Wärme um halb zehn schon geweckt hat wollte ich nicht so viel machen heute. Soweit der Plan… Aber fangen wir am Anfang an: Ich komme also nach eineinviertel Stunden Fahrt in Vohenstrauß auf einem Stellplatz an. Zu dem Zeitpunkt war es auch schon zwei. Nach eIch 05-07-2016inem kleinen Mittagessen und einer Stadterkundungstour habe ich noch zwei Stunden mein Video geschnitten. Also mit dem Videomaterial von gestern und dem heutigen halben Tag. Dann wollte ich nicht mehr länger nur rumsitzen und bin nochmal losgetigert und habe eine Stunde lang die Gegend erkundet. Was sehr interessant war, da ich einen wundervoll gelegenen See gefunden habe. Es war echt windig und die Bäume haben die ganze Zeit extrem gerauscht. Wenn man so durch die Gegend spaziert kann  man richtig gut abschalten. Vor allem wenn einem der starke Wind dazu dann noch alle Sorgen davon bläst. Es ist für mich immer noch schwer vorstellbar, dass ich jetzt bis Dezember jeden Tag so leben werde wie heute: Aufstehen, machen was ich will, wohin fahren oder nicht, wieder machen was ich will und schlafen gehen. Die einzigen Verpflichtungen, die ich jetzt noch habe, sind nur die, die ich mir selbst auferlege.

Sechs Monate on the road… Ich glaube das dauert noch ein bisschen, bis ich das realisiert habe. Im Moment erscheint es mir, als wäre das eine unendlich lange Zeit, aber ich habe die Befürchtung, dass diese Zeit schneller vorbei gehen wird, als ich mir das jetzt denke. Eins hat mir der heutige Tag auch noch gezeigt. Nämlich dass es für mich schwierig wird Langeweile zu haben, weil ich immer was zu tun habe. Sei es Reiseführer lesen, im Internet nach Stellplätzen suchen, filmen, spazieren, wandern, Videos schneiden, fotografieren oder auch einfach mal auf einer Bank sitzen und das Wetter zu genießen. Gefühlt hatte ich heute keine freie Minute und es ist gerade zehn vor zehn. Liegt vielleicht auch daran, dass ich nochmal ein paar Stunden (keine Ahnung wieviele genau die Zeit vergeht dabei immer rasend schnell) mein letztes Video geschnitten habe. Aber es war kein stressiger Tag. Und morgen geht’s nach Tschechien, wo ich mich um eine SIM-Karte und eine Autobahn Vignette kümmern muss… Puhhh.

Naja Reisen ist halt ein Vollzeitjob.

05-07-2016

Tag 1 – 04.07.2016 :

Hey zusammen!

 

Heute Morgen war bis auf den Kühlschrank noch nichts fertig gepackt oder eingeladen. Ich wollte aber unbedingt heute los, weil ich endlich den ersten Schritt für das halbe Jahr Auszeit wagen wollte. Also habe ich noch alles fertig gepackt, eingeladen und bin einfach losgefahren… Bis kurz nach der ersten Kreuzung, wo ich nochmal angehalten habe, um die Kamera wieder mitzunehmen, die meine Abreise gefilmt hat. Danach ging nämlich der Motor nicht mehr an… Also erst einmal nichts mit wegfahren – auf und davon – oder so… Ja gut. Nach eineBatterie leer 04-07-16r kleinen Starthilfe ging es dann endlich los. Allerdings wollte ich nicht mehr zu lange fahren, da es schon bei meiner Abfahrt halb neun war. Ich wollte auf einen Stellplatz in Feucht am Freibad. Aber natürlich wird es einem nie so einfach gemacht. Das bedeutet: erstmal Stau und dann ist die Ortsdurchfahrt gesperrt… Naja, jetzt (kurz nach elf) bin ich ja endlich angekommen und auch ehrlich gesagt ziemlich fertig von dem ganzen Richten und Organisieren. Wieso hat mir keiner gesagt, dass man sich nicht einfach ins Auto setzten kann und losfahren kann? In Filmen können die das auch immer… Man muss an richtig viel denken. Apropos denken… Ich denke ziemlich viel nach in letzter Zeit. Über das Leben, die Zukunft und vor allem mein Leben in der Zukunft, aber auch meine Reise. Das ist schon krass wie diese Reise mich schon beeinflusst, obwohl ich sie erst heute begonnen habe. Es gibt ja auch diesen Spruch: „Jede Reise ist eine Reise zu sich selbst“. Vielleicht steckt da ja mehr Wahrheit dahinter, als man im ersten Moment glaubt. Muss man sich erst selbst finden, damit man das Glück finden kann? Ich hab absolut keine Ahnung. Wieso stelle ich mir selbst Fragen, auf die nicht wirklich jemand eine Antwort weiß? Ich glaube, dass sich mein Leben gerade sehr verändert. Vom kleinen Schuljungen, der einfach nur in die Schule geht, fernsieht und sich mit Freunden trifft, muss ich jetzt ein eigenständiger, selbstbestimmender, vorausplanender junger Mann werden, der die volle Verantwortung dafür übernehmen muss, was passiert – ob gut oder schlecht sei jetzt mal dahin gestellt.

Auf jeden Fall habe ich richtig Lust diese Reise zu machen und bin echt gespannt wie sie verlaufen wird. Ich hoffe auch, dass ich nicht so viele Menschen, die mir nahe stehen, verlieren werde, weil ich ein halbes Jahr lang weg bin…

Aber morgen gehe ich erstmal ins Freibad.