Tag 14 – 17.07.2016

Als ich heute aufwache ist das Wetter zum Glück viel besser als gestern. Also geht’s für mich direkt los nach Bratislava. Schon um zehn Uhr frage ich an der Rezeption nach dem besten Weg in die Stadt, der diesmal Straßenbahn heißt. An der Haltestelle angekommen und mal wieder keinen Plan von irgendetwas (Sei es was ich anschauen kann oder wo ich aus der Straßenbahn aussteigen muss) sehe ich eine kleine Gruppe von drei erkennbaren Touristen, die sogar mit Stadtplan und Buch über Bratislava ausgerüstet waren. Sofort fasse ich den Entschluss: „Wenn die aussteigen, steige ich einfach auch aus.“ Dieser Plan klappt hervorragend und ich stehe keine halbe Stunde später im historischen Zentrum von Bratislava. Also schaue ich mir Bratislava an. Natürlich laufe ich auch auf die Burg hoch, von der man eine wundervolle Aussicht auf die ganze Stadt hat.Bratislava2

Mittlerweile habe ich echt viel Hunger, da ich gestern nichts viel zu Abend gegessen habe und auch noch nicht gefrühstückt habe. Deshalb kaufe mir vor der Rückfahrt noch drei Bretzeln, die dann auch schnell gegessen sind. Zurück am Auto fülle ich das Wasser auf, vergesse den Deckel vom Wassertank wieder drauf zu tun, leere den Abwassertank und das Klo, merke, dass der Deckel fehlt, suche ihn, finde ihn zum Glück und fahre weiter. Nicht weit außerhalb von Bratislava geht es dann auf einen Stellplatz nahe an der Donau, der sogar freies WLAN hat. Weil ich ja heute noch nichts gegessen habe (bis auf die drei Bretzeln) entschließe ich mich dazu mir etwas Gescheites zu kochen. Also mache ich mir Spaghetti. So weit so gut. Als Soße nehme ich Schmelzkäse und dazu geriebenen Käse. Ergo gibt es Spaghetti mit Käse und Käse und dazu noch Pfeffer, dass es nicht ganz so fad schmeckt. Man merkt auf jeden Fall, dass meine eigentliche Berufung Kochen ist. Deshalb werde ich auch bald ein Kochbuch schreiben. Nicht… Gut ansonsten passierte heute nicht mehr viel, außer dass ich noch an der Donau war und abends so gegen 23 Uhr noch ein Wohnmobil auf den Stellplatz kam (das macht jetzt insgesamt zwei Fahrzeuge auf dem Platz mit mir). Den morgigen Tag werde ich ein bisschen zum Entspannen, Organisieren, Reiseführer lesen und Video schneiden nutzen. Man hat ja unterwegs immer mehr zu tun, als man so denkt…

Schwan

Tag 13 – 16.07.2016

Heute geht es weiter durch die Slowakei in Richtung Bratislava. Die Straßen sind in einem echt fürchterlichen Zustand, der sich aber zum Glück schnell bessert. 200 Kilometer fahre ich bis ich in einem Vorort von Bratislava auf einen Campingplatz gehe. Bis jetzt war das die weiteste Strecke an einem Tag, die ich auf der Reise gefahren bin. Das wird aber sicherlich nicht so bleiben. Nachdem ich ankomme gehe ich noch in einen Supermarkt etwas einkaufen. Heute ist eh nicht viel mit dem Tag anzufangen, da es die ganze Zeit regnet… Eigentlich wollte ich ja Bratislava anschauen. Vielleicht klappt das ja morgen. Auf dem Campingplatz war noch nicht viel los, als ich ankam aber kurz nach dem Einkaufen kommt eine Gruppe von italienischen Wohnmobilen, die den halben Platz vollstellen. Dann schneide ich noch das „Best of Tschechien“ Video und lade es an der Rezeption, wo es freies WLAN gibt hoch. Kurz nachdem ich mich hingesetzt habe kommt noch eine kleine Gruppe Franzosen, die auch WLAN wollen und erzählen dass sie aus Budapest kommen und nach Prag fahren. Genau andersherum als ich. Solche kleinen Begegnungen sind immer nett. Eigentlich habe ich jetzt noch ziemlich viel Zeit, da ich eine Freundin am 22. in Budapest abholen möchte. Aber Zeit ist nie schlecht. Deshalb werde ich noch an den Plattensee fahren. Das lohnt sich bestimmt auch dort ein wenig die Gegend zu erkunden.

Tag 12 – 15.07.2016

Heute wache ich auf und bin erst mal verwirrt. Dann fällt mir wieder ein, dass ich mich ja andersherum als normalerweise ins Bett gelegt hatte gestern Abend, weil der Platz etwas schief ist. Nach dieser kleinen Überraschung geht es weiter mit dem Ziel Slowakei. Die Aussicht auf der Fahrt ist traumhaft schön, weil ich die ganze Zeit durch ein Gebirge fahre. Leider kann man alleine während der Fahrt nicht so schöne Fotos machen. Gerade im Gebirge hat man ja viel zu tun als Fahrer. Gegen Ende der Fahrt denke ich mir wieder, dass ich falsch bin, weil die ganze Umgebung wieder den Anschein erweckt, dass hier nur jemand hinkommt, der hier wohnt. Auf jeden Fall komme ich dann auf dem Campingplatz an, suche erstmal die Rezeption für eine viertel Stunde und will dann mit dem Pennyboard nach einem kleinen Essen in Richtung Berge und Aussicht fahren. Die Straße wird nur nach 100 Metern direkt eine Schotterstraße, weshalb ich das Pennyboard dann meine restliche Erkundungstour tragen muss. Die Gegend ist auf jeden Fall richtig interessant. Ich glaube ich gehe in die Richtung morgen joggen. Vielleicht sogar bis auf den Berg rauf. Auf dem Campingplatz ist auch ein Sommerlager von einer jede Menge Jugendlichen, die überall verstreut auf dem Gelände sitzen und mich erst mal verwirrt haben. Auf jeden Fall haben die die ganze Zeit Spiele gespielt und sowas und waren leider auch ziemlich laut. Als ich dann wieder am Auto bin wird mir bewusst, dass das Video über meine Gedanken, was ich hochgeladen habe schon fünf Tage her ist. Das kommt mir überhaupt nicht so vor… Eher so vorgestern… Ich nehme das jetzt mal als ein gutes Zeichen. So langsam fange ich jetzt auch an zu realisieren, dass ich wirklich weg bin. Weg von meinem Alltag, der Familie, den Freunden. Und das noch bis in den Winter rein… Heute habe ich erkannt, dass ein geregelter Alltag auch Vorteile hat. Man muss sich nicht überlegen, was man morgen macht beziehungsweise muss man solchen Dingen überhaupt keine Beachtung schenken. Ich habe ja schon an Tag 2 geschrieben, dass Reisen ein Vollzeitjob ist. So langsam merke ich erst, wie Recht ich damit hatte… 12 Tage sind vergangen und ich hatte gefühlt nie nichts zu tun. Vieles, was ich gemacht habe war auch notwendig, wie zu planen, wo man am nächsten Tag hinfährt zum Beispiel. Als ich mit meinen Eltern mitgefahren bin war das viel entspannter. Da haben sie alles gemacht. Aber es ist gut, dass ich jetzt selbst alle Aufgaben übernehmen darf. Als ich klein war habe ich mich immer gefragt wieso es Leute gibt, die einfach nur auf einer Bank sitzen und in der Gegend herum gucken. Jetzt mache ich das Selbe und finde es echt entspannend einfach mal nichts zu tun. Das sollte ich in Zukunft öfter.Berge 15-07-16