Tag 102 – 10.10.2016 – Zeitraffertag

Heute habe ich ja eine coole Sache vor, wie gestern geschrieben. Diese Sache verschlafe ich erstmal… Was sie ist? Ich möchte eine Zeitrafferaufnahme vom ganzen Tag machen! Angefangen im Dunkeln bis ins Dunkle. Wie gesagt ich bin gestern einfach so weggepennt, obwohl ich mir noch nen Wecker stellen wollte… Also fängt mein Zeitraffer erst ab halb acht an. Auch nicht sooo schlimm. Dann kam das nächste Problem: Meine Kamera schaltet sich einfach aus nach einem Bild… Super… Ich finde dann heraus, dass ich das Intervall zwischen den einzelnen Bildern nicht größer, als 30 Sekunden wählen darf, damit sie an bleibt. Komisch. Eigentlich kann meine Kamera bis zum Intervall von 99 Minuten und 59 Sekunden. Naja dann halt 30 Sekunden. Ich stelle die Kamera aufs Dach, meine Action Cam daneben, die auch eine Zeitrafferaufnahme macht (mehr Weitwinkel da geht die komplette Bucht drauf) und frühstücke erstmal was. Im Laufe des Tages schaue ich dann ab und zu bei den Kameras vorbei, wechsle hier und da einen Akku (Wobei ich die Kameras immer etwas bewege… Blöd, aber unvermeidbar) und schwimme im Meer umher.

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Beim Abendessen kochen lasse ich dann erstmal das Wasser überkochen, verbrenne meinen Bauch beim Tortellini in den Topf tun, schmeiße fast eine Tortellini mit Soße auf den Boden, setze mich auf meinen Teller und versuche danach den Käse auf der falschen Seite der Reibe zu reiben… Oh und ein bissle zu viel Salz habe ich auch drauf getan… Das fühlt sich so ein bissle wie in einem Loriot-Film an.

In solchen Momenten denke ich mir immer: „Wie zum Teufel habe ich es nur bis auf die Peloponnes geschafft?!“ Aber ich glaube, dass ich mittlerweile die Antwort gefunden habe. Einfach losfahren. Schritt für Schritt. So wie meine Kamera die Zeitrafferaufnahme von dem ganzen Tag meistert, indem sie ein Bild macht und sich danach erst mit dem Nächsten beschäftigt. Hätte ich mir vor dem Losfahren zu viele Sorgen gemacht, hätte gewusst in was für Situationen ich komme oder hätte ich gewusst, wie anstrengend Reisen sein kann, weiß ich nicht, ob ich mich noch getraut hätte loszufahren. Wahrscheinlich wäre ich trotzdem gefahren. Es hätte nur deutlich mehr Überwindung gekostet. Aber dieser Spruch: „Man wächst mit seinen Aufgaben“ ist wirklich wahr. „Früher“ war ich überfordert, wenn ich an einem Tag lernen, Hausaufgaben und noch etwas an der Kabine bauen, oder ein Video schneiden oder sonstiges machen wollte. Mittlerweile verstehe ich, dass ich einfach zu viel Zeit mit anderen Dingen, wie im Internet zum Beispiel verbracht habe, sodass ich mir selbst die Zeit gestohlen habe… Das möchte ich in Zukunft auf keinen Fall beibehalten, wenn ich wieder zurück in  meinem geregelten Alltag bin Zuhause.

Jetzt ist es viertel vor neun (Ja ich schreibe meine Blogbeiträge mittlerweile früher und nicht mehr um ein Uhr nachts) und zu dunkel für die Action Cam. Also habe ich sie vom Dach geholt vor ner viertel Stunde und aus den Einzelbildern ein Video gerendert am Laptop. Und hui ich bin echt beeindruckt…. Man sieht wirklich die komplette Bucht und kann erkennen, wie sich zwei Wolkenschichten im 90° Winkel zueinander bewegen und natürlich auch noch die Sonne, die immer weiter Richtung Horizont wandert. Leider sieht man auch die „Ruckler“ von meinem Akku wechseln und einmal ist ein kleiner Sprung drin, weil ich dachte sie macht weiter Bilder, aber hat sie nicht für 20 Minuten oder so. Das sieht man leider auch. Aber trotzdem bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden! Meine andere Kamera macht weiter Bilder, weil die mit einem größeren Sensor und einer viiiel längeren Belichtungszeit auch noch den Sternenhimmel drauf kriegt.  Das Problem hierbei ist nur, dass der gerade erwähnte Sternenhimmel sich ziemlich gekonnt hinter den Wolken versteckt… Schade. Wie die Zeitrafferaufnahme davon geworden ist schaue ich mir später an. Erst darf sie noch ein paar Bilder im Dunkeln machen. Ich bin echt gespannt, was dabei raus kommt. Planänderung! Wieso? Weil es jetzt angefangen hat zu regnen… Aber das heißt, dass ich mir jetzt das Video anschauen kann! – Hmmm. Irgendwie gefielen mir die Aufnahmen von der Action Cam besser, wegen dem größeren Weitwinkel hat man die Wolkenbewegungen und die Bucht besser gesehen. Da nützt es auch nichts, dass das Andere 4K ist und flüssiger, weil ich es zwischendurch nicht vergessen habe. Also werdet ihr die Action Cam Aufnahmen im Vlog sehen und die anderen nicht. Interessant, dass ich mich jetzt die ganze Zeit sinnlos um die Kamera auf dem Dach gekümmert habe. Jetzt weiß ich wenigstens welche Kamera ich für sowas benutzen muss und ich hab dann auch noch meine „richtige“ Kamera um nebenher noch was aufzunehmen, was ich heute ja gar nicht konnte. Bis Morgen!

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