Tag 117 – 25.10.2016 – Seenhöhle und Kap Tenaro

Wir gehen heute als erstes ins Meer, was über die großen, runden, rutschigen und sich bewegenden Steine mehr einem eleganten Watscheln entspricht. Danach geht’s auf zur Höhle, an der wir ja gestern schon kurz vorbei geschaut haben. Nach dem Ticketkauf haben wir kaum Zeit, um uns auf der Karte an der Wand neben dem Höhleneingang zu orientieren, da werden wir schon rein gebeten und dazu aufgefordert die sperrigen Schwimmwesten anzuziehen.2016-10-25-papa Keine fünf Minuten später sitzen wir dann auch schon in dem flachen Ruderkahn, der von einem netten Herrn durch die enge Höhle gesteuert wird. Das ist nämlich keine normale Tropfsteinhöhle, sondern eine Seenhöhle. Das bedeutet, dass die Höhle halb voll mit Wasser ist und trotzdem von der Decke Stalaktiten hängen. Der ganze Höhlenkomplex ist mehrere Kilometer lang und echt total beeindruckend. Oft müssen wir uns ducken, weil die Decke so niedrig ist oder ein Stalaktit uns sonst aufspießen würde. Naja wahrscheinlich eher anstupsen, aber das spielt jetzt hier keine Rolle. Einen genialen Eindruck auf uns machen auch die größeren unterirdischen Hallen, von dessen großer Wasserfläche die Decke reflektiert. Einfach nur beeindruckend und wir kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus… 2016-10-25-boote 2016-10-25-hoehle 2016-10-25-hoehle2 2016-10-25-hoehle3Am Ende der Bootstour steigen wir aus und laufen noch ein paar Meter über eine gut ausgebaute Strecke bis uns nach ein paar Stufen das Sonnenlicht wieder ins Gesicht scheint. Wir bleiben kurz stehen und realisieren. Die Höhle mit einem Wort beschrieben: Wow. Auf den Bilder kommt es, wie leider so oft nicht so schön und eindrucksvoll raus, wie es eigentlich der Fall war, weil viele Bilder verwackelt und verwischt sind, weil wir ja in dem Boot permanent am fahren waren… Es ist auf jeden Fall eine echt geniale Sache eine Tropfsteinhöhle mit einem Boot zu erkunden.

Als zweiter Programmpunkt steht das Kap Tenaro auf dem Plan. Ja ich meine unseren imaginären Tagesplan. Die Fahrt dahin beeindruckt vor allem meinen Papa, der noch nicht so viel von der Peloponnes gesehen hat wie ich. Aber obwohl ich schon länger in genialer Landschaft unterwegs bin ist die Aussicht auf die Klippen und Berge mit der Ruinenstadt im Vordergrund von dem einen Parkplatz aus einfach beeindruckend. Egal wie viel man schon gesehen hat. 2016-10-25-aussicht-fahren

Ein paar viele Serpentinen und drei enge Dörfer weiter findet die Straße ihr Ende und wir laufen zu Fuß weiter. Der Weg führt durch die karge Landschaft, an einem antiken Mosaik vorbei bis hin zu dem Leuchtturm ganz an der Spitze vom Kap. 2016-10-25-mosaik2016-10-25-kap-tenaro 2016-10-25-laufen Bei einem Blick nach Süden finde ich mit dem Auge nur zwei Frachter, die gerade aneinander vorbei fahren uns sonst nur die endlose Weite des Meeres. Das liegt daran, dass dieses Kap hier die zweitsüdlichste Stelle von ganz Europa ist! Nur in Südspanien gibt es einen Zipfel, der noch 41,3 Kilometer südlicher ist, kurz vor Marokko also. Das ist echt beeindruckend. Vor allem, weil ich auch schon am nördlichsten Zipfel von Europa war! 2016-10-25-leuchtturm

Noch eine auffallende Sache ist, dass der Seegang relativ hoch ist und es trotz eigentlich sehr ruhigem Wetter extrem windig ist hier draußen. Aber was habe ich anderes erwartet? Ist ja schließlich ein Kap. Die müssen windig sein. Nur würde ich echt nicht gerne einen Sturm hier erleben, wenn die ganzen Wellen hier hoch schlagen… 2016-10-25-kap-tenaro-papa2016-10-25-kap

Naja für uns geht’s dann wieder zurück zum Nävle und weiter in Richtung Norden (nach Süden geht ja nicht mehr). Nach ungefähr 50 weiteren kurvigen Kilometern rollen wir auf einen schönen Platz am Strand. Hier verbringen wir dann den Rest vom Tag mit leckerem griechischem Joghurt und ich schneide noch zwei Stündchen und jetzt gehe ich gleich, wie so oft müde ins Bett. Müde, weil wir heute viel erlebt und viel gemacht haben. Das war echt alles mega interessant und echt toll! Morgen geht es dann weiter Richtung Norden. Wohin genau das weiß weder mein Papa noch ich. Aber genau das ist doch das Schöne am Reisen oder? Den Moment leben! Genießen, dass wir jetzt hier sind und um morgen wird sich morgen gekümmert. Eigentlich sollten wir das überall und immer so machen, soweit das möglich ist. Aber wieso sollte es das nicht?2016-10-25-stellplatz

1 Kommentar auf “Tag 117 – 25.10.2016 – Seenhöhle und Kap Tenaro

  1. Matthias sagt:

    Grüezi nach Griechenland
    Geniesst das schöne warme Wetter. Die nächste Reise wird für Torsten und den Rest etwas kälter, wir freuen uns darauf. An diesem Kap waren wir auch schon.
    Gruss
    Matthias

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