Tag 119 – 27.10.2016 – Korinth und Epidauros

Kanal von Korinth, Theater von Epidauros und der Strand bei der Methana Halbinsel. Alles schon Orte, an denen ich schon war und heute auch wieder besuche, aber langweilig war es trotzdem nicht. Aber von vorne: Wir stehen bei bedecktem Wetter auf, gehen baden, frühstücken draußen und beim Losfahren fängt dann der Regen an… Naja egal wir fahren ja erstmal. Nach Korinth. Genauer gesagt zum Kanal von Korinth. Dann erreicht uns die Nachricht, dass die Leute von unserem Segelclub, die wir ja in Epidauros heute treffen wollten, aus dem Hafen auslaufen mussten, weil zu starker Wind war… Schade. Das heißt, dass wir sie jetzt doch nicht treffen können… Trotzdem halten wir aber an unserem Plan fest und besichtigen erst den Kanal von Korinth. Diesmal fahren wir aber auch zu einer der Senkbrücken an den jeweiligen Enden des Kanals. Das sind Brücken mit Metallrahmen, aber Holzbalken oben drauf, die in das Wasser runter fahren, wenn ein Schiffle kommt. 2016-10-27-bruecke-trockenKaum sind wir da fährt auch schon die Brücke runter. Interessante Sache.2016-10-27-bruecke-nass Vor allem weil danach ganz viele Schiffe und auch Segelboote rein und raus fahren. Das ganze Treiben beobachten wir von er Kaimauer, an der Schiffe festmachen können, die auf Durchfahrtserlaubnis warten. Dort möchte dann eine russische Crew mit ihrem Segelboot anlegen, scheitert aber dann nach ein paar Versuchen und wird raus geschickt, um zu warten, weil jetzt erst eine große Motoryacht durch kommt.2016-10-27-kaimauer Bei ihrem nächsten Anlegeversuch bieten wir dann unsere Hilfe an womit sie es dann nach ein paar heiklen Manövern endlich schaffen anzulegen. Als Dank für unsere kleine Hilfeleistung bekommen wir sogar noch eine Dose russisches Hackfleisch geschenkt. Echt lieb von ihnen. Also hatte ich jetzt am Kanal von Korinth wieder eine andere Erfahrung, als das letzte Mal und es war immer noch hoch interessant. Anschließend geht’s für uns zum Theater von Epidauros. Im Theater selbst ist kaum etwas los und wir versuchen aufzunehmen, wie gut die Akustik  im Theater ist, was aber leider scheitert. Live mit den Ohren hört man einfach jedes Detail von dort unten, bis hin in die letzte Reihe, aber mein Mikro kann das irgendwie nicht. Echt erstaunlich ist, dass für die Person, die in der Mitte des Orchesters (Die Runde Fläche, die die „Bühne“ darstellt in der Mitte des Theaters) alle Geräusche extrem widerhallen, obwohl für die Personen in der Cavea (die Tribüne) alles klar und ohne Hall zu verstehen ist. 2016-10-27-epidauros-theater 2016-10-27-epidauros

Weiter geht es zu den Ausgrabungsstätten, die so groß sind, dass selbst mein Papa aufgibt alle Schilder bis ins letzte Detail zu lesen. 2016-10-27-epidauros-ausgrabungenNach einem halbstündigen Spaziergang durch antike Bäder, Pilgerunterkünfte, einer Art frühem Krankenhaus, einem Stadion und Tempel finden wir den Weg zurück zum Auto, was uns dann zielstrebig an einen Badeplatz bringt. Der Regen hat übrigens immer noch nicht aufgehört. Selbst jetzt, als ich den Blogbeitrag um viertel vor zehn schreibe, kann ich noch dem Plätschern der Regentropfen auf dem Dach lauschen. 2016-10-27-stellpaltz

Obwohl ich heute aber, wie gesagt überall schon war, war es trotzdem nochmal interessant. Ein zweiter Blick auf diese Orte haben mir auch andere Kleinigkeiten und wichtige Details gezeigt, die ich vorher übersehen habe. Und meinem Papa das zu zeigen war natürlich auch eine tolle Sache, weil ihn vor allem das Theater von Epidauros echt beeindruckt hat. Das Dosenhackfleisch haben wir übrigens als Abendessen zu Spaghetti mit noch passierten Tomaten gemacht. War echt lecker.

Nach dem Essen habe ich noch mit meinem Papa über die Zukunft und auch Berufe und noch vieles mehr echt lange gesprochen. Das zeigt mir irgendwie auch, dass meine Reise mir auch etwas an meiner Zukunft ändern wird, weil ich erkenne, was ich machen möchte und was nicht. Im Moment habe ich das Gefühl, dass ich nach meiner Rückkehr ein anderes Leben führen werde. Ob das dann so sein wird weiß ich nicht. Aber ich möchte auf jeden Fall etwas ändern und meinen eigenen Weg im Leben finden.

 „Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“ – Charles Darwin

2016-10-27-berge

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