Tag 12 – 15.07.2016

Heute wache ich auf und bin erst mal verwirrt. Dann fällt mir wieder ein, dass ich mich ja andersherum als normalerweise ins Bett gelegt hatte gestern Abend, weil der Platz etwas schief ist. Nach dieser kleinen Überraschung geht es weiter mit dem Ziel Slowakei. Die Aussicht auf der Fahrt ist traumhaft schön, weil ich die ganze Zeit durch ein Gebirge fahre. Leider kann man alleine während der Fahrt nicht so schöne Fotos machen. Gerade im Gebirge hat man ja viel zu tun als Fahrer. Gegen Ende der Fahrt denke ich mir wieder, dass ich falsch bin, weil die ganze Umgebung wieder den Anschein erweckt, dass hier nur jemand hinkommt, der hier wohnt. Auf jeden Fall komme ich dann auf dem Campingplatz an, suche erstmal die Rezeption für eine viertel Stunde und will dann mit dem Pennyboard nach einem kleinen Essen in Richtung Berge und Aussicht fahren. Die Straße wird nur nach 100 Metern direkt eine Schotterstraße, weshalb ich das Pennyboard dann meine restliche Erkundungstour tragen muss. Die Gegend ist auf jeden Fall richtig interessant. Ich glaube ich gehe in die Richtung morgen joggen. Vielleicht sogar bis auf den Berg rauf. Auf dem Campingplatz ist auch ein Sommerlager von einer jede Menge Jugendlichen, die überall verstreut auf dem Gelände sitzen und mich erst mal verwirrt haben. Auf jeden Fall haben die die ganze Zeit Spiele gespielt und sowas und waren leider auch ziemlich laut. Als ich dann wieder am Auto bin wird mir bewusst, dass das Video über meine Gedanken, was ich hochgeladen habe schon fünf Tage her ist. Das kommt mir überhaupt nicht so vor… Eher so vorgestern… Ich nehme das jetzt mal als ein gutes Zeichen. So langsam fange ich jetzt auch an zu realisieren, dass ich wirklich weg bin. Weg von meinem Alltag, der Familie, den Freunden. Und das noch bis in den Winter rein… Heute habe ich erkannt, dass ein geregelter Alltag auch Vorteile hat. Man muss sich nicht überlegen, was man morgen macht beziehungsweise muss man solchen Dingen überhaupt keine Beachtung schenken. Ich habe ja schon an Tag 2 geschrieben, dass Reisen ein Vollzeitjob ist. So langsam merke ich erst, wie Recht ich damit hatte… 12 Tage sind vergangen und ich hatte gefühlt nie nichts zu tun. Vieles, was ich gemacht habe war auch notwendig, wie zu planen, wo man am nächsten Tag hinfährt zum Beispiel. Als ich mit meinen Eltern mitgefahren bin war das viel entspannter. Da haben sie alles gemacht. Aber es ist gut, dass ich jetzt selbst alle Aufgaben übernehmen darf. Als ich klein war habe ich mich immer gefragt wieso es Leute gibt, die einfach nur auf einer Bank sitzen und in der Gegend herum gucken. Jetzt mache ich das Selbe und finde es echt entspannend einfach mal nichts zu tun. Das sollte ich in Zukunft öfter.Berge 15-07-16

Dieser Eintrag wurde in Slowakei veröffentlicht.

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