Tag 129 – 06.11.2016 – Bruder weg

Wir schlafen aus, gehen nochmal ins Meer und dann ist es auch schon bald ein Uhr und Sebastian muss zum Flughafen. Dort angekommen warte ich noch mit ihm bis der Security Check aufmacht und mache ein paar (45) Updates am Handy mit dem Flughafen WLAN. Dann heißt es aber endgültig Abschied nehmen und kehre zu meinem Platz zurück. Mittlerweile ist es auch schon halb drei und ich überlege mir, wie es in nächster Zeit weitergehen soll mit meiner Reise. In Griechenland habe ich ja eigentlich schon mehr oder weniger alles gesehen… Klar kann man nie alles gesehen haben von einem Land, aber ich war schon an echt vielen schönen, interessanten und tollen Orten und habe in Griechenland extrem viele tolle Erfahrungen gemacht.  Am 15.08.2016 habe ich zum ersten Mal etwas von Griechenland gesehen und das war Tag 43 meiner Reise. Heute ist Tag 129…. So viel Zeit habe ich schon hier verbracht, weil ich es einfach so genial und abwechslungsreich finde. Trotzdem steht mein Entschluss fest: ich werde noch den westlichen Teil der Peloponnes erkunden und dann nach Italien mit der Fähre von Patras aus übersetzen. Wenn ich so dran denke tut es mir irgendwie auch weh dieses wundervolle und sehr gut zu bereisende Land voller Erfahrungen hinter mir zu lassen… Zum Glück nehme ich meine Erfahrungen, Eindrücke und alles andere, was ich hier gelernt habe mit über die Grenze, weil die mir keiner mehr nehmen kann. Außerdem heißt es ja nicht, dass Griechenland dann weg von dieser Welt ist und ich nicht mehr wiederkommen werde. Ganz im Gegenteil: ich möchte auf jeden Fall wiederkommen. Noch ist es aber nicht so weit und ich genieße meine Zeit bis dahin noch in Griechenland. Was ich morgen genau mache, weiß ich aber immer noch nicht…

Mittlerweile ist mein Bruder, der erst nach Wien geflogen ist und dort umsteigen musste in den nächsten Flieger nach Stuttgart, weil es keine Direktverbindung mehr gab so spät im Jahr, in Stuttgart angekommen, wo ihn meine Eltern abgeholt haben und sie jetzt auf dem Weg nach Hause sind. 2016-11-06-bastian-zurueckVerrückt wie schnell man doch wieder zurück sein kann…. Selbst mit dem Auto sind es nur ein paar Tage und trotzdem fühle ich mich sehr weit weg von Zuhause. Das ist aber kein Nachteil. Zumindest meistens… Manchmal überkommt mich so ein Gefühl, dass ich gerne zurück sein will, damit ich alle wiedersehen kann und meine Pläne, die ich schon habe für die Zeit, nachdem ich zurückgekommen bin in die Tat umsetzen kann, aber mein Heimaturlaub hat mir auch gezeigt, dass ich Zuhause nichts verpasse und dass ich deshalb meine Reise genießen kann und auch werde. Wenn ich dann zurück komme wird alles wie vorher sein und doch ist es anders. Ist das nicht der eigentliche Grund wieso ich aufgebrochen bin? Damit ich mich verändere und einen neuen Blickwinkel dazu gewinne? Muss ich wirklich erst am anderen Ende von Europa sein, um zu merken, was ich Zuhause wirklich alles habe? Scheint so…

3 commenti su “Tag 129 – 06.11.2016 – Bruder weg

  1. Friedbert Schnabel sagt:

    Tobias du könntest noch den Stiefelabsatz von Italien besohlen,muß auch ne super Landschaft sein! Dann noch zum Pabst zum Orbi et Gorbi zur Absicherung deiner Zukunft,was willste mehr!Gruß Fiete

  2. Friedbert Schnabel sagt:

    Sorry Urbi et Orbi

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