Tag 136 – 13.11.2016 – Tschüssi Griechenland…

Heute geht also meine Fähre nach Italien. Nach einer kleinen Phase der Überforderung, weil im Hafen von Patras einfach überall tausende Schilder hängen und das auch noch doppelt (Auf Griechisch und Englisch), durch die ich irgendwie irgendwo hin durch fahre, aber letzten Endes doch am richtigen Parkplatz stehe. Meine Fähre steht schon im Hafen. Die „Superfast II“, auf der man im Sommer hätte „Camping on board“ hätte buchen können. Das heißt man schläft in seinem eigenen Auto auf der Fähre, weil diese ein offenes Deck hat.2016-11-13-superfastii Als ich weiter entlang am Hafen laufe kann ich auf das „Festland“ (Peloponnes ist genau genommen ja eigentlich auch Festland) von Griechenland weiter nördlich gucken und erkenne die Berge wieder, vor denen ich am 15. September am Strand unten mal übernachtet habe. Das finde ich irgendwie beeindruckend, weil ich „damals“ da drüben stand und Richtung Patras geguckt habe und jetzt stehe ich hier keine 20 Kilometer Luftlinie und schaue zurück, aber dazwischen liegen viel mehr, als diese 20 Kilometer. Ich war inzwischen in Delphi, Athen, Zuhause, Korinth, Epidauros und ja eigentlich habe ich die ganze Peloponnes aufs Ausgiebigste erkundet und jetzt stehe ich hier und verlasse Griechenland. Ein Land mit dem ich dank meiner Reise sehr viele Emotionen, Erinnerungen und Erfahrungen verbinden werde. Ganz egal was die Zukunft bringt. Naja genug den Gedanken hinterhergehangen jetzt muss ich mich um mein Ticket kümmern. Das ging ehrlich gesagt leichter als gedacht und die nette Frau vom Superfast-Schalter hat wie zu einer mündlichen Abfrage in der Schule mich nach dem Kennzeichen zur Überprüfung gefragt. Dann heißt es warten. Zwei Stunden voller gelassener Spannung. Ja das ist irgendwie komisch… Obwohl ich weiß, dass ich noch Stunden Zeit habe bis ich überhaupt was machen muss, geschweige denn von der Abfahrt, bin ich doch angespannt… Schließlich geht es dann durch die Sicherheitskontrolle, in der die Beamten alles ganz genau kontrolliert haben und ich jeden Schrank (bis auf den Kühlschrank) öffnen musste. Nach noch einer halben Stunde warten geht’s dann endlich in die Fähre und ich atme auf, weil ich weiß, dass ich bis morgen früh nichts mehr machen muss. Auf dem Open Deck bin ich dann der einzige, als die Fähre ablegt, obwohl man hier eine wunderbare Aussicht über Patras genießen kann.2016-11-13-ironie 2016-11-13-open-deck 2016-11-13-patras 2016-11-13-platz-auf-faehre2016-11-13-patras-dunkelAls dann irgendwann die Lichter der Stadt immer kleiner werden und ich vom Wind ziemlich durchgepustet wurde gehe ich in den Raum mit den Schlafsesseln. Zuerst schaue ich einen Film, danach lese ich etwas und schaue noch einen Film. Als ich dann schlafen möchte wird mir erst bewusst (wegen Kopfhörer raus), dass der Mann hinter mir total laut schnarcht… Der hat wohl einen Schnarchsessel gebucht… 2016-11-13-patras-weg

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