Tag 137 – 14.11.2016 – Italien

Eigentlich war die Fährfahrt für mich wie ein Tag, aber ich habe die Unterteilung jetzt mal bei Mitternacht gemacht. Also steigen wir da wieder ein: Der Typ im Schnarchsessel lässt mich nicht wirklich schlafen und so bin ich ziemlich lange wach. Um halb zwei ungefähr sind wir in Igoumenitsa und ich habe noch mal griechisches Netz, um etwas ins Internet zu können. Hätte ich meinen Laptop dabei gehabt hätte ich da dann meinen Blogbeitrag veröffentlicht, aber hatte ich nicht, weil man seine Wertsachen nirgends sicher verstauen kann und sie einfach nur im Fußraum quasi stehen. Die Schlafsessel an sich sind relativ bequem und man kann sie sich so wie größere und bequemere Flugzeugsitze vorstellen. Weil überhaupt nicht viel los war, was Passagiere betrifft auf der Fähre (liegt wohl an den ganzen LKWs) hatte ich fünf Schlafsessel nebeneinander, auf die ich mich legen konnte. Trotzdem schlafe ich nur sehr wenig, vielleicht auch weil es verdammt kalt ist in dem Raum und ich mit zwei Pullis und ner Weste an noch ziemlich friere… Naja so bekomme ich also zwei bis drei Stunden Schlaf bis die Fähre den Hafen von Bari erreicht.2016-11-14-faehre

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2016-11-14-pilotboot Wieder mal bin ich der einzige auf dem Open Deck, bis auf einen Fährangestellten, der einmal kurz rausguckt, mit zu nickt und wieder geht. Der Hafen von Bari ist wirklich groß und hat sogar eine große „Abteilung“ mit Segelbooten, die in den Wellen der Fähre schaukeln. Nach einem kleinen Gespräch mit einer netten Italienerin auf dem Car Deck geht es dann auch schon raus aus der Fähre. Draußen wird dann nach meinem Pass gefragt und ich soll erstmal auf die Seite fahren und warten. Fünf Minuten passiert dann erstmal gar nichts und ich frage mich schon, ob ich nicht mal nach meinem Pass fragen soll, aber dann kommen doch drei (drei!!) Männer auf mich zu, von denen der eine meinen Pass in der Hand hält. Dann werde ich mit Fragen durchlöchert: „Where are you going?“ – „Is this your car?“ – “What’s your job?” – “open!” Rein guckt er dann nur sehr flüchtig. Irgendwann darf ich dann doch weiter fahren und finde sogar den Ausgang, weil mir jemand die richtige Richtung gezeigt hat (ausgeschildert ist nichts) und muss wenig später wieder bei einem Beamten halten. Der ist aber total lieb und spricht mit mir sogar auf Deutsch und will nur wissen wohin ich fahre und wieso ich fahre und ist mir „Tourist“ zufrieden und sagt mir noch ich solle vorsichtig fahren. Jetzt bin ich mitten in Bari und darf mir einen Weg durch den chaotischen Wirrwarr von Stadt suchen. Das ist dann irgendwann auch geschafft und ich stehe dann bald bei Monopoli neben einem Yachthafen am Meer und esse erstmal was. Dann lege ich mich „kurz“ hin (war zumindest der Plan). Das war um viertel vor eins… Aufgewacht bin ich dann erst wieder um viertel nach sechs im Dunkeln… Naja so kann der Tag auch vorbei gehen 😀 . Anschließend schreibe ich meine zwei Blogbeiträge und schneide noch. Morgen geht’s dann daran Italien zu erkunden. Naja zumindest damit anfangen 😉 .

Dieser Eintrag wurde in Italien veröffentlicht.

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