Tag 153 – 30.11.2016 – erste Ätna-Sichtung

Baden. Dazu entschließen wir uns heute am Morgen. Die großen, blauen Wellen sehen traumhaft schön aus vor den leider noch schwarzen Wolken. Dass die Brandung aber nicht gerade so vorteilhaft ist zum Baden muss ich nicht noch extra erwähnen oder? Mir machen die Wellen auf jeden Fall extrem viel Spaß und meiner Mama auch, aber sie wird einmal fast weggespült… Passiert ist nichts, außer, dass ihre Haare, die sie eigentlich trocken hat lassen wollen nass werden und das ist noch auszuhalten. Schlimmer ist da dann schon der Wind, der uns richtig kalt weht, als wir raus gehen bis zum Nävle.  2016-11-30-meer

Anschließend geht es für uns zu einer Kirche bei Tyndari auf dem Berg, wovon wir einen traumhaften Blick auf die Küste und eine Sandzunge haben. 2016-11-30-mama-aussichtVon hier oben sehen die Wellen eher klein und goldig aus. Alles Ansichtssache. Im Inneren der Kirche befindet sich, neben den ganzen Kunstwerken an den Wänden und der Decke, die Hauptattrakion: die Statue der „Schwarzen Madonna“. Von dieser Statue sagt man, dass früher ein Schiff, was diese Statue geladen hatte, vor der Küste auf Grund gelaufen ist und erst wieder weiterfahren konnte, als diese Statue abgeladen wurde. Deshalb ist sie dann hier geblieben. Sehr interessant und die Kirche ist, religiös hin oder her einfach beeindruckend.2016-11-30-kirche2016-11-30-kirche-innen2016-11-30-schwarze-madonna

Auf dem Rückweg gönnen wir uns dann noch eine kleine Tüte gebrannte Mandeln, die wir dann bis zum Nävle fast schon aufgegessen haben. Jetzt heißt es für uns: Ätna. Beziehungsweise steht erstmal die kurvige Bergstraße bis dorthin auf dem Programm. Während der Fahrt haben wir schon wunderschöne Aussichten, weil irgendwann die weißen Berggipfel des Ätna-Massivs vor uns auftauchen. 2016-11-30-aetna12016-11-30-aetna2Als wir dann noch durch einen schneebedeckten Wald fahren ist endgültig der Winter bei uns angekommen. Über Nacht stehen wir dann auf einem Parkplatz mit Blick auf den Ätna und zwischen erkalteter Lava. Erst hatten wir einen geraden Platz auf dem Parkplatz ausgesucht, aber uns dann doch umentschieden und zwar für die bessere Position zum Wind, der nämlich kräftig und eisig die Berge runter pfeift. Also ist es dann doch Zeit meine Heizung zum zweiten Mal auf meiner Reise anzuwerfen (Das erste Mal war auch auf einem Berg auf etwa 2200 Meter Höhe). Aber eigentlich wundert mich das nicht, weil wir hier auf 1800 Metern Höhe stehen und Ende November haben… Die Aussicht ist auf jeden Fall grandios und wir bleiben hier. Erstmal was essen, Wegpunkte und Tracks sortieren und beschriften dann noch schneiden und der Tag ist zu Ende. Morgen versuchen wir dann natürlich auf den Ätna bis ganz hoch (3000m) zu kommen mit Seilbahn und Jeep (einen davon haben wir schon heute hier vorbei fahren gesehen). Das wird wahrscheinlich eine ziemlich kalte Angelegenheit, wenn es hier schon -2 Grad Celsius hat mitten am Tag, aber trotzdem machen wir es natürlich. Die Kälte geht ja weg, aber unsere Erinnerungen bleiben.2016-11-30-aetna3

Dieser Eintrag wurde in Italien veröffentlicht.

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