Tag 21 – 24.07.2016

Heute schlafen wir ziemlich lange, weil wir beide müde von Budapest sind. Dann, nach dem Frühstück, schneide ich mein Video fertig und Rosi schreibt Beiträge für ihren Blog (www.travelrose.jimdo.com). Das ganze nimmt mehr Zeit in Anspruch, als wir dachten und so sind wir ungefähr beide gleichzeitig gegen vier Uhr fertig. Mein Video versuche ich hochzuladen, aber das dauert mit dem Campingplatz WLAN Ewigkeiten, sonst wäre es schon online. Es kommt bei der nächsten Möglichkeit. Danach gehen wir noch los, die Gegend zu erkunden und entdecken ein richtig geniales Freizeitgelände mit Kletterpark, Volleyball Anlagen, riesigen Schaukeln, Kiosk, Strand und Plätze für eine Sportart, die wir noch nie gesehen haben. Dabei müssen zwei Mannschaften einen Ball über eine Stange in der Mitte bekommen, aber der darf nur einmal den Boden berühren und das ganze ist nur mit dem Fuß erlaubt. Also so eine Mischung aus Tischtennis und Fußball. Das ganze Gelände liegt an dem Fluss Marós, worin man sogar baden kann, aber nur in einem ganz kleinen abgesteckten Bereich, da der Fluss ziemlich viel Strömung hat. Nachdem wir wieder am Auto zurück sind essen wir noch Wassermelone und Müsli und fahren dann los nach Rumänien. Kurz vor der Grenze ist die Autobahn wie leer gefegt. Der Grenzübergang an sich dauert länger, als wir erwartet hätten, weil wir Grenzkontrollen mit doch ziemlich langen Schlangen vorfinden. Nach einem kurzen Blick auf Reisepass und in die Kabine, geht es dann weiter. Aber halt. Nur 50 Meter, denn wir brauchen noch eine Vignette. Natürlich ist vor dem Vignettenverkaufsstand wieder eine ziemlich lange Schlange, weil die Verkäuferin, die die Fahrzeuge für die elektronische Maut registriert gefühlt auf fünf ausgedruckte Blätter 30 Stempel machen muss bei jedem… Der ganze Spaß kostet dann 7 Euro für 30 Tage. Das ist echt günstig im Vergleich zu Tschechien, der Slowakei oder Ungarn.

Die Grenze lassen wir dann also hinter uns und fahren weiter in Richtung Oradea, in deren Nähe wir auf einem Campingplatz übernachten wollen. Die Straßen werden aber leider sehr schnell sehr schlecht und so fahren wir auf Landstraßen, die zwar geteert sind, aber noch schlechter zu befahren sind, als es eine gute Schotterstraße wäre. Grund sind plötzlich vor das Auto springende Schlaglöcher, Bahnübergänge, bei denen man im ersten Gang drüber muss, Baustellen mit Kanten, die in die Straße gefräst worden sind, worüber man auch fahren muss und permanente Bodenwellen und Spurrillen. Als wir dann endlich am Campingplatz ankommen ist es schon kurz vor ein Uhr Ortszeit, da wir ja unterwegs auch noch ne Stunde verloren haben wegen der Zeitumstellung. Der Campingplatz ist im Hinterhof von einem Haus und mit einem Tor verschlossen. Dann wird uns klar, dass das vielleicht eine längere Nacht wird, als wir eigentlich wollten… Aber kaum zurück auf der Straße finden wir einen öffentlichen Parkplatz an einem Kloster, wo noch viel Platz ist und stellen uns einfach dort hin. Wir sind echt schon lange genug gefahren. Und deshalb fallen wir auch gleich müde ins Bett, nachdem ich Rosi versichert habe, dass uns niemand klaut, wenn wir frei stehen, da sie sich etwas unsicher fühlte. Der Tag heute war also abwechslungsreicher als gedacht… Aber nichts desto trotz fahren wir morgen an eine Bärenhöhle, die wir anschauen werden. Rosis erster Eindruck von Rumänien ist nicht gerade so toll, weil sie  die Friedhöfe, die wir unterwegs gesehen haben sehr gruselig fand und sie auch ein Pferd aus Holz, was plötzlich am Straßenrand zu sehen war ziemlich erschreckt hat und sie sich nicht sicher ist, ob uns heute Nacht ein Vampir besuchen kommt. Ich glaube dieser Eindruck wird sich noch im Laufe der nächsten Tage ändern, da wir dann im Hellen unterwegs sind. Was mir jetzt auch klar ist ist, dass wir in Rumänien auf den Landstraßen mehr Zeit einplanen sollten, als wir es normalerweise tun würden. Aber ankommen werden wir trotzdem und das ist ja das Wichtigste.

Dieser Eintrag wurde in Rumänien veröffentlicht.

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