Tag 22 – 25.07.2016

Die Straßen, die am Kloster vorbei führen sind relativ laut und so wachen wir auch relativ früh auf… Dann machen wir uns wieder auf den Weg. Weiter auf den schlechten ja eigentlich schon schrecklichen Straßen in Richtung Bärenhöhle, die nur 30 km entfernt ist. Nach etwa einer dreiviertel Stunde sind wir dann auch da und zahlen den kostenpflichtigen Parkplatz mit Euro, da wir noch keine Lei besitzen. Der Eingang der Höhle liegt ein gutes Stück oberhalb des Parkplatzes an einem Berg, wohin man ziemlich viele (zu viele bei der Hitze) Stufen hinauf laufen muss. Oben angekommen erfahren wir, dass wir nicht mit Euro bezahlen können, bekommen aber auf Nachfrage die Auskunft, dass wir bei Carmen Geld wechseln können. Also wieder runter, nach Carmen fragen, dreimal weiter geschickt werden und schon haben wir ein paar Lei, um in die Höhle zu kommen. Die Höhle an sich ist ein bissle düster und ziemlich kalt (9°), aber echt beeindruckend. Von der Decke hängen meterlange Stalagtiten herab, die immer weiter zu den Stalagmiten auf dem Boden wachsen. Teilweise ist der „Raum“ der einzelnen Höhlenabschnitte auch mehrere Meter hoch und übersäht von Kunstwerken der Natur. In dieser Höhle, in der wir herum spazieren haben früher Höhlenbären und Höhlenlöwen gewohnt. Ein etwas seltsamer Gedanke.

Vor allem wird uns das bewusst, als wir das fast vollständig erhaltene Skelett eines Höhlenbären sehen, was das Highlight der Führung ist. Ja es ist eine Führung, aber leider nur auf Rumänisch. Also verstehen wir kein Wort, aber die Höhle ist trotzdem interessant und ich finde es hat sich gelohnt nochmal Geld bei Carmen zu wechseln. Nach der Führung kaufen wir noch Kürtöskalacs. Das ist ein rumänisches Gebäck, das aus einem Teig besteht, der auf eine Holzrolle gewickelt wird, dann über dem Feuer drehend gebacken und zum Schluss in Zucker, Kokosnussraspeln oder ähnlichem gerollt wird. Jeder, der schon mal in Rumänien war, weiß höchstwahrscheinlich was ich meine, wenn ich sage dass diese Dinger einfach nur genial schmecken. Süß und nicht zu süß mit dem Teig, der auch etwas satt macht. Das werde ich auf jeden Fall noch öfter essen. Gut also zurück am Auto und gestärkt gehe ich noch schnell mein Video über Budapest beim Eingang der Höhle hochladen, weil da besseres Internet ist als je zuvor auf meiner Reise. Dann geht es weiter zum Cincis See, der „nur“ 160 km entfernt ist und den wir nach „nur“ vier Stunden Fahrt erreichen. Während der Fahrt sehen wir noch einen kleinen Jungen, der eine Herde Kühe hütet. Das ist schon eine neue Erfahrung. Am See angekommen geht es dann für uns auf eine kleine Kanutour, nach der wir uns auch schon wieder nach dem Essen schlafen legen, weil es wieder einmal spät geworden ist… Außerdem fängt es Abends noch an zu donnern und zu blitzen. Mal sehen ob ein Gewitter noch Hallo sagt in der Nacht oder nicht.

Dieser Eintrag wurde in Rumänien veröffentlicht.

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