Tag 28 – 31.07.2016

Heute geht es weiter und ich muss meinen super schönen See verlassen. Kurz vor der Abfahrt komme ich noch mit einem rumänischen Angler ins Gespräch, der mir anbietet, dass ich mich zu ihm und seinen Kollegen setzen darf. Leider muss ich meinen Bruder vom Flughafen abholen und habe wenig Zeit… Ein kurzes Gespräch darf es dann aber trotzdem noch sein. Am Bahnhof angekommen bin ich erstmal verwirrt, da ich auf den Parkplatz, der für die „Arrivals“ ist nicht drauf komme, weil da eine Höhenbeschränkung ist… Deshalb fahr ich dann auf den anderen Parkplatz, auf dem ich auch schon vorgestern war und laufe dann durch das ganze Flughafengelände um meinen Bruder Sebastian abzuholen. Pünktlich kommt er dann auch an und spaziert als erster durch die Schiebetüren, weil er nur Handgepäck dabei hat, der kleine Schlingel. Und was macht er als erstes? Genau. Er beschwert sich. Er beschwert sich, dass es zu heiß ist, dass meine Klimaanlage nicht kalt genug macht, dass es mit Fenster auf zu laut ist, dass er meine Musik nicht mag und und und… Der guten Laune von uns beiden schadet das aber wenig und wir fahren laut singend (nur ich hihi) in Richtung Donaudelta. Dort wollen wir heute aber noch nicht ankommen sondern an dem Salzsee Lacul Sarat. Der hat ungefähr denselben Salzgehalt wie das Tote Meer. Das bedeutet, dass man nicht schwimmen muss und einfach von selbst auftreibt.Melone groß Aber vorher müssen wir uns stärken, kaufen und essen eine riesige Wassermelone, die wir aber nur halb schaffen. Danach wollen wir in den Salzsee hüpfen und ein bissle treiben, aber wir haben schon halb acht und als wir dort ankommen sehen wir, dass das Gelände um acht Uhr schon zu macht und entschließen uns dazu morgen rein zu gehen. Da ist es vielleicht auch etwas leerer als heute, weil heute ja Sonntag ist.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass mein Bruder jetzt hier ist und ich ihn wiedersehe. Auch wenn er manchmal ziemlich (!!) nervig sein kann habe ich ihn im Grunde doch lieb. Außerdem bin ich dann nicht so alleine, wie die ersten Wochen. Er hat entschlossen, dass er auch erstmal nur ein Video von unterwegs macht und es auf seinem Youtube-Kanal hoch lädt. Da bin ich echt mal gespannt, ob das was wird und wenn ja, was dann dabei raus kommt. Wird bestimmt was Gutes.

Seit wir hier auf dem Campingplatz angekommen sind haben uns schon drei Leute angesprochen, die alle verschiedenes wollten. Von „Fahrzeug ist cool“ bis „Sicher, dass ihr in der Sonne  parken wollt?“. Leider wieder alles nur auf Rumänisch und mit Händen und Füßen. Komischerweise klappt die Verständigung dann immer doch irgendwie, zwar nicht perfekt, aber im Endeffekt wissen dann doch alle Beteiligten, was gemeint ist. Das ist auf jeden Fall eine interessante Erfahrung. Man fühlt sich dann aber doch etwas hilflos und aufgeschmissen, weil man ja mit der anderen Person reden und sie verstehen möchte… Aber das gehört ja mit zum Abenteuer.

Lacul Sarat 31-07.2016

Dieser Eintrag wurde in Rumänien veröffentlicht.

2 commenti su “Tag 28 – 31.07.2016

  1. Mike sagt:

    Moin!
    Ich verfolge Dein Blog seit ein paar Tagen und finde es überaus erfrischend. Weiter so!

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