Tag 29 – 01.08.2016

Wir stehen heute auf und machen erstmal das, was gestern nicht geklappt hat. Wir gehen in den Salzsee schwimmen. Eigentlich eher treiben, weil der See einen so hohen Salzgehalt hat, dass man praktisch auf dem Wasser liegt und nicht in. Auf jeden Fall treiben wir so eine ganze Weile durch die Gegend, kaufen uns ein Eis und fahren dann schlussendlich, nachdem wir nochmal von der Wassermelone gegessen haben, in Richtung Donaudelta. Ich könnte mich an dieser Stelle wieder über die rumänischen Straßen und die Straßenführungen auslassen, aber das habe ich in der Vergangenheit schon oft genug getan glaube ich… Langweilig ist die Fahrt auf jeden Fall nicht. Vor allem weil wir noch mit der Fähre über die Donau fahren müssen. Die Auffahrt auf die Fähre ist aber spannender als gedacht, weil sie ziemlich eng ist und hohe Kanten zwischen Fähre und Auffahrrampe ist. Außerdem stört das Strohdach des Kassenhäuschens, weil mein Auto mit Kabine nicht darunter durch passt. Aber auf dem Schiff angekommen genieße ich es wieder auf dem Wasser zu sein. Hängt vielleicht mit meinem Hobby (Segeln) zusammen, dass ich Schiffe liebe, aber ich finde sie haben immer so ein beruhigendes Flair. Trotz der fragwürdigen Wartung der Fähre kommen wir sicher auf der anderen Uferseite an und ich muss als erstes von der Fähre fahren… Wieso ich? Wieso nicht der PKW neben mir, der kein Rucksack auf hat? Naja, man winkt mir und ich fahre. Die Kante zwischen Fähre und Rampe ist aber jetzt nur noch höher und wird als ich darauf fahre noch steiler und ich würge erstmal den Motor ab… Dann beim zweiten Versuch klappt es ohne Probleme und nachdem ich dem auf dieser Seite auch störenden Kassenhäuschen ausgewichen bin kann es weiter gehen. Es ist nicht mehr weit bis zum Campingplatz und die Zeit vergeht schnell. Zwischendurch waren wir noch einkaufen, weil irgendwie nirgendwo mehr Essen da war, weder im Kühlschrank noch in der Vorratsbox… Als wir dann auf dem Campingplatz ankommen und mit dem Betreiber sprechen wollte er wissen, wie alt wir sind. Meine Antwort, dass wir 18 und 15 seien gefiel ihm so sehr, dass er das sofort seiner Frau erzählen musste. Den restlichen Tag verbringen wir mit Video schneiden, Wäsche waschen und aufhängen, essen und ganz wichtig: für morgen früh um sechs Uhr eine Bootstour durch das Donaudelta buchen! So eine Tour haben wir, als wir mit unsern Eltern hier waren schon mal gemacht und das war echt genial! Dass diese Tour immer noch genial ist bestätigen uns auch die französischen Nachbarn, die erst lieb nach einem Korkenzieher und dann nach einem Dosenöffner fragen. Ich bin echt gespannt auf die Bootstour morgen, da so eine Tour niemals dieselbe ist, auch wenn man sie am selben Ort wiederholt. Das liegt an der Natur und den Tieren, die sind unberechenbar. Das ist ja aber auch das Schöne daran!

Fähre donau 01-08-2016

Dieser Eintrag wurde in Rumänien veröffentlicht.

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