Tag 59 – 31.08.2016 – Einbruch bei mir selbst!

Nach Reifen aufpumpen, Musik für meine Videos runterladen bei dem freien WLAN und einem Frühstück brechen wir auf um eine der wichtigsten Quellen des Orith Sees im nahe gelegenen Park zu suchen. Der Park war echt schön und es ist interessant zu wissen, dass in diesem Park der Dikatator Enver Hoxha seine Sommervilla hatte. Die „Villa Art“. Die Quelle an sich ist aber nur eine Flachwasserzone mit Schilf, weil das Wasser hier von dem 200 Meter höher gelegenen Prespasee, an dem wir ja die Bootstour gemacht haben, sein Wasser durch das Erdreich hier runter drückt und es hier aus dem Boden kommt. Interessant, aber eine sehr abstrakte Vorstellung, die nicht gerade einfach zum Vorstellen ist. Zurück am Campingplatz freut sich der Betreiber, wie beim Ankommen auch, dass die größte Person von uns (mein Bruder) der Jüngste ist. Außerdem findet er meinen „toten Hamster“, wie ich ihn nenne, was eigentlich mein Mikrofon mit einem Windschutz ist, toll und bezeichnet uns als „Nice people“. Sehr sehr nette Leute auf jeden Fall. 2016-08-31 Orithsee Quelle

Dann geht es auf einer wunderschönen bergigen Strecke ans Meer, wo wir dann auf einer langen Sandpiste, auf der ich auch manchmal „ausversehen“ oder „zum Ausweichen“ in den tiefen losen Sand fahre, um den Allrad zu testen, zu einem Parkplatz direkt am Meer fahren und baden gehen. Nach dem Baden meine Frage: „Wer hat eigentlich meinen Schlüssel?“ Schon beim Aussprechen dieser Frage läuft mir ein Schauer über den Rücken. Dumme Frage… Ich sollte meinen Schlüssel haben… So wie immer… Ein Griff zur Hosentasche. Ein Griff zur anderen Hosentasche. Wohlbemerkt, dass ich nur in Badehose das Auto verlassen habe… Ein verstörter Blick zu meinen Eltern. Dann die Erkenntnis: „Scheiße“. Der Schlüssel, den ich nach dem Abschließen in meine Hosentasche der Badehose getan habe und am Strand auf eine Liege legen wollte, ist wahrscheinlich beim Baden verloren gegangen… Ich suche an den Liegen. Ich suche im Wasser… Schon nach den ersten Minuten Suchen kommt ein freundlicher Albaner, der wie ich später erfahre Fjordi Rroshi heißt, um zu fragen, ob er mir helfen kann. Ich berichte ihm mein Problem und er kommt mit einem anderen Mann und hilft suchen und die Frau, bei der wir vorher was zu trinken gekauft hatten, bringt sogar einen Rechen. Mein Bruder und mein Papa suchen dann auch noch mit. Aber wie zu erwarten war ist der Schlüssel unauffindbar und wir geben uns geschlagen… Jetzt hatte ich aber noch das Problem, dass ich nicht in die Kabine komme, in der zum Glück Ersatzschlüssel sind. Verloren habe ich auch nur die zwei Schlüssel für die Tür. So jetzt muss ich also in mein eigenes Auto einbrechen… Zum Glück klappt das nach einer halben Stunde auch ohne dass ich etwas kaputt mache, was mich wirklich extrem freut. So. Jetzt muss ich mich erstmal von dem Schock erholen. Ohne Schlüssel für die Kabine komm ich halt auch nicht ins Auto vorne und kann nicht weiterfahren und gar nichts. Aber im Endeffekt habe ich nur zwei Schlüssel verloren, die ich morgen versuche nachmachen zu lassen. Und ich habe mir meinen rechten Daumen etwas aufgeschlitzt. Dafür bin ich jetzt um eine Erfahrung reicher. Ich glaube nicht, dass ich in Zukunft meinen Schlüssel nochmal verlieren werde, weil ich jetzt viel mehr darauf aufpassen werde. Fehler sind ja bekanntlich dafür da um gemacht zu werden oder? Fjordii ist auch mega nett und er gibt mir sogar seine Handynummer und ich habe ihn jetzt auf Facebook. Außerdem wollte er nach einem Schlüsseldienst schauen und mir morgen Bescheid geben. Einfach nur extrem nett! So eine Hilfsbereitschaft, wie ich es während meiner Reise schon in verschiedenen Ländern erfahren habe ist genial und ich möchte mir eine Scheibe davon abschneiden!2016-08-31 Meer Parkplatz

Dieser Eintrag wurde in Albanien veröffentlicht.

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