Tag 76 – 17.09.2016 – Delphi

Noch einen Tag besticht mich das Meer nicht! Deshalb geht es heute für mich weiter zu den Ausgrabungen von Delphi. Kurz nach meinem Aufbruch finde ich mich auf der wahrscheinlich kleinsten, engsten und holprigsten Schotterstraße in der ganzen Umgebung wieder. Wieso finde ich immer solche Straßen?! Es gäbe auch eine gut asphaltierte Alternative zu meinem Weg, wie ich später dann sehe, aber schlussendlich habe ich es trotzdem auf die Schnellstraße geschafft. Schon auf dem Parkplatz wird mir eine Sache bewusst: Die Ausgrabungen werden nicht nur wegen den Ausgrabungen interessant werden. Eintritt 12€ Ermäßigte 6€. Ich zahle aber nichts, weil Schüler frei sind. Schon praktisch, wenn man erst frisch aus der Schule kommt und noch einen Schülerausweis hat, mit dem man überall rein kommt.

So bahne ich mir dann meinen Weg durch die vielen Touristen, entlang der Ausgrabungen einiger Grundmauern von Gebäuden den Berg hoch. Dort erwartet mich dann das richtige Highlight: Vier imposante, noch fast komplett erhaltene, riesige Säulen, die auf einem Fundament stehen, was geschätzt 7×40 Meter groß ist. Direkt daneben finde ich dann auch noch das Theater mit den vielen Steinstufen. Im Hintergrund dann noch die grandiose Aussicht auf die umliegenden Berge… Ein echt beeindruckendes Bild.

Noch weiter oben befindet sich das Stadion mit einer noch sehr gut erhaltenen Tribüne, die viele viele Meter lang ist. Hier irgendwo muss sich auch das Orakel von Delphi befunden haben. Wo genau weiß man heutzutage nicht mehr so richtig. An dem Orakel war den Sagen nach auch Ödipus, als er die unheilvolle Vorhersehung bekommen hat, er würde seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. Woher ich sowas weiß? Die Lektüre haben *hust* mussten *hust* wir im Deutschunterricht gelesen.

Anschließend geht es für mich ein paar Kilometer weiter durch die Berge in ein Dorf, in dem ich den Stellplatz, an den ich eigentlich wollte nicht so toll finde… Ich wollte dann woanders hin fahren und habe schon nach einem anderen Platz geschaut, aber nicht wirklich was gefunden auf die Schnelle. Dazu kam noch, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte… Also habe ich ein paar Leute gefragt, wo ich hier stehen könnte über Nacht, die mir nett Auskunft gegeben und sogar noch ein Bier angeboten haben. Hier, neben einem Baumwollfeld, koche ich das erste Mal Reis, was auch klappt, wenn man mal davon absieht, dass die halbe Küche voll mit Reis ist, weil ich die Verpackung nicht richtig geöffnet habe… Ich mag solche Verpackungen nicht…

Mittlerweile ist es dunkel, aber immer noch heiß… Morgen geht es für mich dann weiter nach Athen! Das wird bestimmt wieder ein Abenteuer.

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