Tag 9 – 12.07.2016

Heute wache ich auf, merke dass es regnet und schlafe noch zwei Stunden. Das ist doch ein gelungener Tagesanfang. Nach einem kurzen Frühstück mache ich mich dann also auf den Weg nach Zwittau. Mein Navi meinte, einen anderen Weg aus dem Dörfle raus gefunden zu haben, der etwas kürzer sei. Den fahre ich natürlich direkt. Am Anfang der Straße stehen keine Verbotsschilder odeSträßle 12-07-16r sonstige Breiten-, Höhen- oder Gewichtsbegrenzungen. Ich merke aber, dass die Straße immer schlechte, kleiner und enger wird. Also fahre ich in Schrittgeschwindigkeit die zwei Kilometer auf dieser mini Straße bis zum nächsten Ort, wo mich dann ein Einheimischer ziemlich doof anguckt, weil er wahrscheinlich weiß, wie die Straße aussieht. Dann geht es über größere Straßen, die teilweise aber von der Qualität her nicht besser waren nach Zwittau. Dort angekommen dusche ich mich noch kurz und gehe dann in einen richtig schönen, ja fast schon verwunschenen Wald spazieren. Die Wege waren voller winziger Frösche, auf die man am besten nicht drauf treten sollte… Das Problem dabei ist nur, dass sie so klein und getarnt sind, dass man die meisten Frösche erst sieht, wenn sie sich bewegen. Dann wieder im Auto mache ich mir ein leckeres Mittagessen (fast lang genug gekochte Pellkartoffeln mit Dosenhering). Dieses Mittagessen ist schon eine Steigerung zu meinem letzten (halb rohe Bratwürste mit fertigem Kartoffelsalat). Ich muss das Essen zubereiten noch lernen… Immerhin hat mein erstes warmes Essen (Spaghetti mit einer zu wässrigen Soße) schon relativ gut geklappt. Ich glaube Nudeln sind einfacher zu machen als Kartoffeln. Naja verhungern werde ich auf keinen Fall. Apropos Essen… Gestern ist mir während der Fahrt anscheinen der Kühlschrank aufgesprungen und hat seinen halben Inhalt auf dem Boden verteilt… Und das obwohl er verriegelt war. Natürlich war im Kühlschrank auch ein großer Joghurt, der dann auch auf Boden und Wänden verteilt war… Als Bestrafung habe ich den übrig gebliebenen Joghurt dann gegessen. Deshalb habe ich dann eine extra Sicherungsleine angebracht, damit mir das nicht noch einmal passiert. Ich hoffe, dass alle Probleme, die in Zukunft noch auf mich zukommen werden für mich lösbar sind. Auf jeden Fall werde ich positiv in die Zukunft schauen, das Beste hoffen und aus jeder Situation das Beste machen.
So langsam fange ich auch schon an meine Familie, Freundin und Freunde zu vermissen. Es sind zwar nur neun Tage bisher, aber ich weiß genau, dass es noch eine sehr lange Zeit dauern wird, bis ich sie wiedersehen kann und das macht mich einfach traurig. Zum Glück gibt es das Internet, worüber man immer in Kontakt bleiben kann.

Wald 12-07-16

Dieser Eintrag wurde in Tschechien veröffentlicht.

1 Kommentar auf “Tag 9 – 12.07.2016

  1. Willi sagt:

    Tipps zum Kochen im Womo: Kartoffeln kochen kannst du vergessen…braucht zuviel Gas und macht zuviel Dampf.. wenn überhaupt, dann kleine Würfel schneiden (wie in der Kartoffelsuppe) und dann kochen…geht schneller. Steaks braten geht auch nicht; der Gaskocher hat einfach nicht genug Wums. Fleisch ebenfalls klein schneiden („Geschnetzeltes“), braten und dazu Nudeln mit Soße…lecker! Reis ist super gut, weil es wenig Platz wegnimmt und schnell geht: zwei Tassen Wasser, eine Tasse Reis in den Topf geben und kochen, bis der Reis das Wasser vollständig aufgesaugt hat. Dann Herd aus und noch 5min quellen lassen. Soße dazu und fertig!
    Kochexperimente sind super bei schlechtem Wetter…;-))
    Viel Spaß noch, Willi

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